Mathias Schubert zeigt humorvolle Bilder mit Gin und Tonic

hzAusstellung im Kunstbonbon

Eine neue Ausstellung im Kunstbonbon zeigt den Maler Mathias Schubert von einer unbekannten Seite. In diesen Bildern tauchen Figuren auf und mitunter auch Hochprozentiges.

Saarlandstraßenviertel

, 27.04.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei Mathias Schubert denken die meisten Leute an seine großformatigen Bilder: die aus Pigmenten und Bindemitteln entstandenen Landschaften, schrundige Berge, waldreiche Inseln, Wasserflächen mit viel Platz für Assoziationen. Die Werke vermitteln das Gefühl von viel Abstand zu dem, was man zu sehen glaubt. Es ist nichts Figürliches zu entdecken, nur Eindrücke von Gegend, Licht und Luft. Menschen kommen nicht vor.

Mathias Schubert zeigt humorvolle Bilder mit Gin und Tonic

"Blaues" von Mathias Schubert. © Mathias Schubert

Am 11. Mai (Samstag) eröffnet im Kunstbonbon in der Chemnitzer Straße 11 eine Ausstellung mit etwas anderen Bildern des Dortmunder Künstlers. Natürlich werden in der Schau auch einige Bilder in der für Mathias Schubert typischen Malweise zu sehen sein. Aber der Schwerpunkt liegt auf den weniger bekannten Papierarbeiten wie Zeichnungen und Illustrationen, in denen sich Schubert den Erdbewohnern widmet.

Humorvoll seine Umwelt betrachtend, bringt er luftig und zart mit Chinatusche oder Aquarell beispielsweise ältere Herren aufs Rennrad, er sinniert über unausweichliche Zusammenhänge wie „Gin und Tonic“, „Pferd und Reiter“ oder „Mann und Maus“.

Bilder mit Augenzwinkern

Er zeigt ungewohnt kleine Formate, die mehr oder weniger unglückliche Vögel zeigen, die aus Acryl und Bleistift entstanden sind oder mit der Pipette „gemalte“ Tänzer, die nachdenklich oder angestrengt versuchen, ihre Aufgabe zu erfüllen. Aber was auch immer Mathias Schubert beobachtet und zu Papier bringt: Es erzeugt beim Betrachter nie ein hämisches Grinsen, sondern eher ein liebevolles und mitfühlendes Lächeln, vielleicht auch ein selbstironisches Wiedererkennen der eigenen Schwachstellen.

Nicht nur Bilder werden in dieser Ausstellung zu sehen sein, sondern der Künstler hat auch noch ein paar kleine Bücher mitgebracht, die er illustriert hat. Und für die Ohren gibt es auch etwas, denn Mathias Schubert macht mit „Salon 4b“ auch Musik. Die Band wurde 2005 von den vier B´s Martin Buschmann, Bea Bernert, Jürgen Bruhn und Rainer Buschmann gegründet. Später kamen Christoph Hermsen, Philipp Staege und Schubert hinzu. Er spielt den E-Bass.

Vielseitige Arbeiten

Neben Malen und Musik wurde Schubert auch durch seine Bühnenbilder bekannt. Und nicht zu vergessen ist seine Mitarbeit bei der Revue „Der Trainer muss weg“. Da ist es schon fast klar, dass auch die einleitenden Worte bei der Vernissage vom Künstler selber gesprochen werden und die Besucher sich wahrscheinlich auf eine kurzweilige und wenig trockene Rede freuen können.

Die Vernissage im Kunstbonbon am 11. Mai beginnt um 15 Uhr, der Eintritt ist frei. Die Ausstellung läuft bis 15. Juni.

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