In Scharnhorst entsteht ein Epilepsiezentrum

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Ein Zentrum für Epilepsie soll nach dem Willen zweier Ärzte im Facharztzentrum in Scharnhorst entstehen. Die beiden sind verheiratet und haben schon früher zusammengearbeitet.

Scharnhorst

, 17.01.2020, 14:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Facharztzentrum an der Droote 48 in Scharnhorst-Ost ist größer geworden. Nachdem Dr. Silvia Vieker bereits im Juli 2019 die Kinderarztpraxis von Dr. Sigurd Milde übernommen hatte, konnte ihr Mann, Dr. Jörg Schmitt, seine nagelneuen Praxisräume am 16. September 2019 eröffnen.

Beide sind Neurologen mit Schwerpunkt Epilepsie und haben bereits am Klinikum Bayreuth zusammengearbeitet. Nun möchten sie in Scharnhorst einen Schwerpunkt für die Epilepsieambulanz aufbauen, wobei sich Dr. Silvia Vieker um die Kinder und Dr. Jörg Schmitt um Erwachsene kümmert.

Ein Vortrag startet das Informationsangebot für Patienten

Und weil dazu nicht allein die medizinische Betreuung gehöre, bietet das Ärztepaar ab sofort auch eine Beratung ihrer Patienten zum Beispiel in sozialen Fragen an. „Viele Patienten mit der Diagnose Epilepsie sorgen sich um ihre berufliche Zukunft“, sagt Jörg Schmitt – zum Beispiel: Darf ich weiter in einer Bank arbeiten? (Warum nicht?!) oder: Darf ich weiter als Gabelstapler-Fahrer tätig sein? (eher nicht)

In Scharnhorst entsteht ein Epilepsiezentrum

Die Praxis ist über einen neuen Aufzug zu erreichen. Was hier noch fehlt - aber noch kommen soll - ist ein Hinweisschild auf die Kinderarztpraxis von Dr. Silvia Vieker. © Andreas Schröter

Ein erster Vortrag dazu, der sich an Betroffene, Angehörige und alle Interessierten richtet, findet am 12. Februar, einem Mittwoch, in der Praxis statt. Referentin Mireille Schauer, Sozialpädagogin und Politikwissenschaftlerin, gibt Informationen und Tipps zum Thema Schwerbehinderung. Fragen wie „Was ist eine Schwerbehinderung?“, „Wer hat Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis?“, „Wo stelle ich einen entsprechenden Antrag?“ oder „Welche Erleichterungen habe ich als anerkannter Schwerbehinderten?“ werden beantwortet.

Mireille Schauer ist zugleich Geschäftsführerin des Epilepsie Bundes-Elternverbands, der am Klinikum Dortmund seinen Sitz hat. Der Eintritt ist frei.

Vorteile einer solchen Ärztepartnerschaft gebe es viele. Einer sei das, was in Fachkreisen als „Transitition“ bezeichnet wird: die Übergabe eines jungen Patienten vom Kinderarzt zu einem Arzt für Erwachsene.

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Beide Ärzte loben die hellen und freundlichen Praxisräume, die der Inhaber des Ärztehauses, der Apotheker Jan Ausbüttel, hat einrichten lassen. Als besonderen Vorteil sehen sie den eigenen Eingang zu ihren Praxisräumen, der über einen neuen Aufzug zu erreichen ist. Er bietet auch genügend Platz für Rollstuhlfahrer.

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