Mehr als 140 km/h innerorts: Video zeigt offenbar TV-Tuner JP Kraemer

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Beim Dortmunder TV- und Youtube-Star Jean Pierre Kraemer dreht sich alles ums Thema Auto. Ein neues Video im Netz sorgt für Diskussionen und ärgert einige treue Fans sehr.

Dortmund

, 25.06.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fast zwei Millionen Abonnenten hat der Youtube-Kanal „JP Performance“. Innerhalb von weniger als 24 Stunden ist das neuste Video bis Donnerstagmittag (25.6.) mehr als 260.000 Mal aufgerufen worden.

Für den Beitrag „Das unterschätzte Tuningteil“ hat der Dortmunder Jean Pierre Kraemer ein Unternehmen im sauerländischen Lennestadt besucht. „Aufgrund einer unangebrachten Szene mussten wir das Video erneut hochladen“, ist am Donnerstag unter dem Video zu lesen.

Beim Online-Portal Reddit ist am Mittwochabend ein Video aufgetaucht, das ein anderer Nutzer dort hochgeladen hat. Er oder sie schreibt, der Ausschnitt sei aus dem kurz zuvor bei Youtube veröffentlichten Beitrag entnommen.

Zu sehen ist ein Mann, der JP Kraemer zu sein scheint: Er trägt das gleiche Outfit wie Kraemer im aktuellen Video von JP Performance, gleiches gilt für den Vertreter der besuchten Firma. Dass es sich um jemand anderen handelt, ist für den Betrachter äußerst unwahrscheinlich. Auszuschließen natürlich nicht.

Mit dem Beifahrer steigt der Mann mit der Kappe in einen Porsche Taycan und tritt zwischen nah aneinander gebauten Wohnhäusern mächtig aufs Gas- beziehungsweise Elektropedal.

Dem Beifahrer bleibt die Luft weg, als er gerade etwas sagen will, die Kamera wackelt, alle Insassen werden in die Sitze gedrückt. Die Tacho-Anzeige schnellt innerhalb kürzester Zeit auf 142 km/h, obwohl an einer Bushaltestelle ein Zebrastreifen über die Fahrbahn führt. „Dir wird richtig schlecht“, sagt der Beifahrer und der Fahrer lacht zur Antwort herzlich.

Die für Lennestadt zuständige Polizei Olpe bestätigt, dass mehrere Anzeigen wegen des Videos eingegangen seien. „Eine genaue Auswertung erfolgt zurzeit. Deswegen können wir noch nicht sagen, wann das Video entstand“, sagt Sprecher Michael Klein. Man gehe vom Zeitraum 2. bis 19. Juni aus. Die Polizei sucht Zeugen und hat den Fall an die Staatsanwaltschaft Siegen weitergeleitet.

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit liegt in dem Bereich bei 50 km/h: „Wir prüfen die zu berücksichtigenden Toleranzen“, so Klein. Regelmäßig würde die Polizei dort blitzen, Geschwindigkeiten von mehr als 100 km/h seien „die absolute Ausnahme“. Mehr als 70 km/h über dem Tempolimit kosten nach aktuellem Bußgeldkatalog Autofahrer 680 Euro, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.

Unverständnis bei Fans im Internet

Viele User im Internet ärgern sich bereits deutlich über die veröffentlichten Szenen. „Bin nun wirklich kein Kind von Traurigkeit, aber innerorts sollte man doch die Füße stillhalten“, schreibt ein Nutzer unter dem Youtube-Video von JP Performance.

Jemand anders ergänzt: „Auch als bisheriger Fan eures Kanals kann man das nicht einfach ignorieren. 90 zu schnell auf einer einsamen Landstraße ist schon nicht ohne, aber in einem Wohngebiet wo Menschen an der Straße stehen...“ Das Ende lässt der Nutzer offen.

Ein weiterer Kommentar lautet: „Ich hab ja für vieles Verständnis und jedem passiert mal ein Fehler, aber wie zum Teufel kann man innerorts mit mehr als 140 km/h über einen Zebrastreifen fahren?“ Drei Telefon-Anrufe, eine E-Mail und Instagram-Nachrichten unserer Redaktion sind bis Freitagabend (19.30 Uhr) weder von Jean Pierre Kraemer noch seinem Unternehmen JP Performance beantwortet worden.

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