Vor dem Klinikum Dortmund versammelten sich am Mittwochmorgen die streikenden Mitarbeiter. © dpa

Mehrere Hundert Krankenhaus-Mitarbeiter in Dortmund streiken

Nächster Akt in der Warnstreik-Welle in Dortmund: Am Mittwoch haben mehrere Hundert Pfleger und andere Krankenhaus-Mitarbeiter ihre Arbeit niedergelegt. Dabei blieb es aber nicht.

Im Tarifkonflikt im Öffentlichen Dienst hat die Gewerkschaft Verdi am Mittwoch die Mitarbeiter des Klinikums Dortmund und des Knappschaftskrankenhauses in Lütgendortmund zum Streik aufgerufen.

An den Standorten Mitte und Nord des Klinikums beteiligten sich nach Angaben von Verdi mindestens 250 Mitarbeiter an dem Streik, darunter viele Pfleger aber auch Labormitarbeiter und Reinigungspersonal. Das Klinikum selbst sprach von einem Drittel der aktuell im Dienstplan stehenden Beschäftigten.

„Wir sind heute im Wochenendbetrieb“, sagte Klinikumssprecher Marc Raschke. Wichtige Operationen und Behandlungen wie etwa Chemotherapie finden trotzdem statt. Auch die Notaufnahme bleibt geöffnet.

Am Dienstagvormittag zogen die Streikenden in einem Demozug durch das Klinikviertel und über das Gelände des Klinikums. Da sie den Wall vermieden, blieben größere Verkehrsprobleme aus.

Am Knappschaftskrankenhaus Lütgendortmund beteiligten sich lediglich zehn Prozent der 400 Krankenhaus-Mitarbeiter am Streik – und das, obwohl dort laut Verdi jeder vierte Arbeitnehmer in der Gewerkschaft ist. Das sei eine bewusste Entscheidung gewesen, sagte Heike Kromrey von Verdi. „Wir haben hier geriartrische und psychologische Stationen, da können wir nicht mehr Leute herausziehen.“

Verdi fordert in den Verhandlungen eine Lohnerhöhung von 4,8 Prozent für die bundesweit 2,3 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Im Gesundheitssektor geht es darüber hinaus noch um einen Pflegezuschlag, kürzere Arbeitszeiten und die Erhöhung des Samstagszuschlags.

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Redaktion Dortmund
1984 geboren, schreibe ich mich seit 2009 durch die verschiedenen Redaktionen von Lensing Media. Seit 2013 bin ich in der Lokalredaktion Dortmund, was meiner Vorliebe zu Schwarzgelb entgegenkommt. Daneben pflege ich meine Schwächen für Stadtgeschichte (einmal Historiker, immer Historiker), schöne Texte und Tresengespräche.
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