Messer-Streit in der Soccerhalle: Angeklagter schweigt

Landgericht

Am Rande eines privaten Fußballspiels in einer Soccerhalle in der Innenstadt soll ein 19-jähriger Syrer einen Bekannten beinahe erstochen haben. Am Dienstag begann der Prozess.

Dortmund

, 09.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Messer-Streit in der Soccerhalle: Angeklagter schweigt

Der Angeklagte zwischen seinem Verteidiger Axel v. Irmer (re.) und einem Dolmetscher. © Martin von Braunschweig

Staatsanwältin Sandra Lücke wirft dem Angeklagten versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung vor. Er soll im Streit ein Klappmesser genommen und seinem Kontrahenten die Klinge tief in den Oberkörper gestochen haben.

Das Opfer erlitt zwei Arterienverletzungen und einen sogenannten Pneumothorax. Mindestens ein Lungenflügel konnte sich nicht mehr entfalten, sodass der Mann zu ersticken drohte. Die Lebensgefahr konnte erst bei einer Not-Operation im Unfallklinikum gebannt werden.

Zunächst unauffällige Gruppe

Worüber sich die beiden Männer gestritten haben sollen, ist unklar. Der 19-Jährige will sich vor Gericht vorerst nicht zu den Vorwürfen äußern. „Er macht von seinem Schweigerecht Gebrauch“, sagte Verteidiger Axel v. Irmer. Als nächstes haben damit am zweiten Verhandlungstag die Zeugen das Wort.

Fest steht, dass der Angeklagte an diesem Januarnachmittag zusammen mit einigen Bekannten und Verwandten Fußball gespielt hat. Darunter war auch sein Bruder, bei dem sich der Syrer zur Tatzeit häufiger aufgehalten haben soll.

Die Gruppe hatte Platz 3 angemietet und soll sich zunächst überhaupt nicht auffällig verhalten haben. Dann jedoch kam es noch auf dem Platz zu dem beinahe tödlichen Messerstich.

Der Angeklagte wurde noch am Tatort festgenommen und sitzt seitdem in U-Haft.

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