Mieterverein will flexiblere Miethöchstgrenze

Ghettoisierung in Dortmund

DORTMUND Die "massive Konzentration" von Armutsstadtteilen in Dortmund könnte nach Ansicht des Mietervereins Dortmund durch flexiblere Miethöchstgrenzen in verschiedenen Stadtteilen entzerrt werden.

von Von Bettina Kiwitt

, 13.07.2009, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Von diesen Vorschlägen hält Sozialamtsleiter Peter Bartow überhaupt nichts. Die Zusammenballung von bestimmten sozialschwachen Gruppen in einigen Stadtteilen habe nichts mit der Miethöhe zu tun. "Wir hatten in den 90er Jahren Asylbewerber im ganzen Stadtgebiet verteilt. Als die Asylbewerberheime aufgelöst wurden, haben wir gesagt, ihr könnt überall hinziehen, nur nicht in die Nordstadt."Mietgrenzwerte führen zu Stigmatisierungen Doch was sei passiert? Die Menschen seien doch in die Nordstadt gezogen, "weil da schon Landsleute von ihnen waren". Ähnlich sei es auch bei den Spätaussiedlern, die sich in Scharnhorst konzentrierten. Darüber hinaus führten verschiedene Mietgrenzwerte zu Stigmatisierungen von Stadtteilen. Das könne niemand wollen.

Von diesen Vorschlägen hält Sozialamtsleiter Peter Bartow überhaupt nichts. Die Zusammenballung von bestimmten sozialschwachen Gruppen in einigen Stadtteilen habe nichts mit der Miethöhe zu tun. "Wir hatten in den 90er Jahren Asylbewerber im ganzen Stadtgebiet verteilt. Als die Asylbewerberheime aufgelöst wurden, haben wir gesagt, ihr könnt überall hinziehen, nur nicht in die Nordstadt."Mietgrenzwerte führen zu Stigmatisierungen Doch was sei passiert? Die Menschen seien doch in die Nordstadt gezogen, "weil da schon Landsleute von ihnen waren". Ähnlich sei es auch bei den Spätaussiedlern, die sich in Scharnhorst konzentrierten. Darüber hinaus führten verschiedene Mietgrenzwerte zu Stigmatisierungen von Stadtteilen. Das könne niemand wollen.

Die Stadt gehe in Sachen Miete einen anderen Weg. So solle künftig eine höhere Kaltmiete akzeptiert werden, wenn die Wohnung energetisch gut saniert sei oder als Neubau bestimmte Grenzwerte einhalte. Im Gegenzug spare die Stadt bei den Heizkosten, die sie ebenfalls für Hartz-IV-Empfänger übernimmt.

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