Mietwagen aus Dortmund und Lünen nach Afrika verschoben: Duo schweigt

hzProzessauftakt

Eine Bande soll in Dortmund, Lünen und Umgebung hochwertige Pkw angemietet und dann klammheimlich nach Nordafrika verschoben haben. Jetzt steht ein Duo vor Gericht.

Bochum/Dortmund/Lünen

, 26.05.2020, 17:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vor dem Bochumer Landgericht hat am Dienstag (26.5.) ein Prozess gegen zwei mutmaßliche Hehler-Profis begonnen. Es geht um angemietete Oberklasse-Pkw, gefälschte Papiere, ausgebaute Ortungsgeräte und regelmäßige Schiffsreisen nach Nordafrika. Zu den deutschlandweit geschädigten Autovermietungen gehören auch Unternehmen aus Dortmund und Lünen.

Die Bochumer Staatsanwaltschaft hält das Duo für Mitglieder einer professionellen Autoschieber-Bande. In den Jahren 2016 und 2017 sollen die Angeklagten im Zusammenspiel mit Kurieren sowie einem bereits verurteilten Mittäter, der GPS-Geräte ausbaute, Identifikationsnummern austauschte und Papiere fälschte, zahlreichen Autovermietungen herbe Verluste beschert haben.

Autos gemietet - und nie zurückgegeben

Unter Verwendung von Alias-Namen und teils über ausländische Internetseiten sollen zuerst hochpreisige Pkw angemietet und schon kurz danach über Frankreich nach Nordafrika verschifft worden sein.

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In Dortmund ging bei einer Europcar-Filiale in Wischlingen ein BMW 330i im Wert von rund 46.000 Euro verloren. In Lünen wurde bei Europcar ein Mercedes C220 im Wert von 34.000 Euro angemietet und nicht zurückgegeben.

Insgesamt geht es um fast 30 verschobene Mietwagen mit einem Schaden von fast einer Million Euro. Zum Prozessauftakt herrschte Schweigen. Urteil: voraussichtlich frühestens im August.

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