Minister spitzt die Ohren

Bittermärker Bürgerinitiative hofft auf Lärmschutz nach Gespräch mit Oliver Wittke

19.05.2007, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Udo Sablotny ist Vorstandsmitglied des eingetragenen Vereins «Pro Lärmschutz A 45 DO-Süd». Und die Zeichen, dass die Bittermark endlich eine wirksame Lärmschutzwand bekommt, stehen nicht schlecht: Denn erstens kommt am Pfingstsonntag Verkehrsminister Oliver Wittke (Foto) mit aussichtsreichen Nachrichten ins Haus Waldesruh, um mit dem Pro-Lärmschutz-Vorstand zu verhandeln (vermittelt hatte das Gespräch CDU-Ratsmitglied Matthias Ulrich) - und zweitens befindet sich der CDU-Politiker nicht im Wahlkampf. Der Minister muss also nichts versprechen, was er nachher nicht einhalten kann. Im Gepäck hat der Gelsenkirchener am 27. Mai das «Nationale Verkehrslärmschutzpaket», mit dem - sofern die Voraussetzungen stimmen - aktive Lärmschutzmaßnahmen bevorzugt zu realisieren sind. In einem Schreiben an Elke Adomeit vom «Pro Lärmschutz»-Vorstand kündigte Wittke im April neue «lärmtechnische Prüfungen» an. Vorab teilte er mit, dass die «maßgeblichen Grenzwerte für Lärmsanierung überschritten werden». Das Land plane bereits Maßnahmen. Zuversichtlich kündigte der CDU-Politiker eine «nachhaltige Verbesserung an.» Was bitter nötig sei. Denn die Zahl der vor 35 Jahren vorhergesagten 20 000 PKW täglich hat sich auf inzwischen 80 000 erhöht. Zuletzt gezählt wurde vor zwei Jahren. «Allein nachts ist der Zahl der LKW um 30 Prozent gestiegen», begründet Udo Sablotny die Notwendigkeit für einen effektiven Lärmschutz in der Bittermark. Viele Häuser, die bereits vor dem Bau der Bahn errichtet worden sind, liegen 50 Meter von den Fahrstreifen entfernt. Die vor 35 Jahren installierte Lärmschutzwand ist gerade einmal 1,60 Meter hoch. ban

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