Sechs Bronzefiguren helfen im Kampf gegen den Klimawandel

hzMoenikes-Ausstellung in Neuasseln

Große Resonanz erfuhr die Ausstellung des Bildhauers Bernd Moenikes im Kulturhaus Neuasseln. Und das Ganze hatte sogar etwas mit dem Umweltschutz zu tun.

von Bianca Sprungala

Neuasseln

, 06.05.2019, 11:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bernd Moenikes ist Künstler mit Leib und Seele. Neben dem Kulturhaus am Buddenacker in Neuasseln hat er nicht nur seine Werkstatt, sondern bietet dort auch regelmäßig Jahresausstellungen an. Dieses Wochenende war Eröffnung - mit regem Zulauf. Viele Besucher schätzen seine Werke aus Holz, Stein und Bronze. „Unter meinen Käufern sind viele Serientäter“, schmunzelt Moenikes. Ursprünglich war er Steinbildhauer.

80 Prozent der Werke sind aus Holz

Dann brachte ihn der Zufall zum Holz, mit dem er heute 80 Prozent seiner Werke gestaltet. „Ich habe bei Aktionen für die Umwelt mitgemacht, wo transportablere, leichtere Kunst nötig war.“ So entstanden unter anderem die „Fliehenden Bäume“, die die Hände in den Himmel recken. 150 dieser bis zu sechs Meter hohen Kunstwerke hat Bernd Moenikes bis heute verkauft. Der Umweltschutz liegt ihm am Herzen. Darum gibt es auch bei der neuen Ausstellung Figuren, die für den guten Zweck zum Verkauf stehen. In diesem Jahr unterstützt er Greenpeace bei einer Aktion gegen den Klimawandel durch sechs Bronzefiguren, von denen nach Abzug der Kosten für den Guss 200 Euro pro Figur an die Umweltschutzorganisation gehen.

Sechs Bronzefiguren helfen im Kampf gegen den Klimawandel

Mit diesen Bronzefiguren setzt sich Moenikes für den Klimaschutz ein. © Bianca Sprungala

Da gibt es zum Beispiel „Fracking“, wo jemand auf einer Weltkugel steht und sie mit einer Axt spaltet oder den Eisbär mit dem Koffer auf Heimatsuche. Die Figuren und Bilder von Bernd Moenikes bestechen durch Gegensätze, denn er spielt mit anderen Wesensformen wie Vogelmenschen. „Es geht mir um das Hineinversetzen in andere Wesen und auch da um den Umweltgedanken.“ Beeindruckend sind die „Kettensägenholzdrucke“ an den Wänden des Kulturhauses. „Ich mache eine Zeichnung auf einer Holzplatte, die ich dann mit einer Kettensäge nachzeichne. Danach wird die Platte mit einer Druckerwalze eingefärbt. Wenn dann Papier oder Leinwand daraufliegen, muss ich mit einem Esslöffel fest rubbeln, damit das Medium die Farbe annimmt.“

30 neue Werke sind dabei

Eine ziemlich anstrengende, aber lohnende Arbeit, wie die Resonanz zeigt. Bernd Moenikes hat neben älterer Kunst auch 30 neue Werke dabei - eben wegen der „Serientäter“ aus ganz NRW. Nächstes Wochenende wird die Ausstellung nochmals geöffnet sein, danach gehen viele Exponate in zwei kooperierende Galerien. Ausstellungstage: Samstag (11.5.), 14 bis 19 Uhr, Sonntag (12.5.), 11 bis 18 Uhr, oder nach Absprache; Webseite des Künstlers: www.bernd-moenikes.de

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