Monika Strzelec (80) sammelt in ihrem Garten Lieblingsstücke

hzGartenserie „Querbeet“

Monika Strzelec ist jeden Tag in ihrem Garten. Hier hat sie über Jahrzehnte liebevoll eine Sammlung von Erinnerungsstücken angelegt. Doch auch Blumen kommen hier nicht zu kurz.

von Alexandra Wachelau

Aplerbeck

, 23.07.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wird Monika Strzelec gefragt, wie oft sie denn in ihren Garten gehe, kommt die Antwort prompt: „Jeden Tag. Das ist mein Lebenselixier“, sagt die 80-Jährige. Beim Gang durch ihren Garten gleiten ihre Finger über die Blumenknospen, zupfen hier und da verwelkte Blätter ab. Parallel dazu erzählt sie von ihrem Leben.

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Zu jedem Objekt in ihrem Garten gibt es eine Geschichte. Zum Beispiel erzählen bunte Kissen von ihrer Mexiko-Reise und getöpferte Tonkugeln von Urlauben an der Mosel.

Zwei Steinsäulen stammen von der alten Georgskirche in Aplerbeck – ein Geschenk der Gemeinde für ihr jahrelanges Engagement. In jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken.

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Verwunschener Garten voller Erinnerungen

Monika Strzelec (80) hat sich in ihrem Garten eine Sammlung an Lieblingsstücke und Erinnerungen angelegt. Jeder Gegenstand hier ist mit einer Geschichte verbunden.
16.07.2020
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Monika Strzelec liebt ihren Garten. Hier sammeln sich Erinnerungen aus ihrem ganzen Leben. © Alexandra Wachelau
Von oben sind viele der kleinen Details im Garten noch sichtbar. © Alexandra Wachelau
Bei jedem gemeinsamen Urlaub an der Mosel hat Monika Strzelec ein Andenken von einer Töpferei mitgenommen. Nun sammeln sich die bunten Skulpturen an der Vogeltränke.© Alexandra Wachelau
Auch alte Bratpfannen haben bei der Rentnerin noch Verwendung. © Alexandra Wachelau
Skulpturen von Frauen finden sich ebenfalls häufig im Garten. © Alexandra Wachelau
Die Detailverliebtheit von Monika Strzelec wird im Garten an vielen Stellen sichtbar.© Alexandra Wachelau
Sowohl die Gießkannen als auch der verzierte Wasserhahn funktionieren und sind laut Strzelec auch häufig in Benutzung. © Alexandra Wachelau
Geschützt vom Balkon kann die Rentnerin auch bei schlechtem Wetter draußen sitzen. Hier hat sie sich wohnlich eingerichtet.© Alexandra Wachelau
Auch im Garten verstecken sich Gießkannen aus Zink. Zwischen dem Efeu ist hier nur noch die Tülle zu sehen. Neben einer Entenfamilie liegt ein Andenken an die Schwester von Monika Strzelec: Ein Gebetsband.© Alexandra Wachelau
In der Gartenmitte steht ein Brunnen – mit gleich drei Froschkönigen.© Alexandra Wachelau
Monika Strzelec engagiert sich schon seit Jahren in der Georgsgemeinde in Aplerbeck. Noch heute leitet sie die Musikgruppe der Gemeinde. Die zwei Säulen waren ein Geschenk der Gemeinde und sind ein Teil der alten Georgskirche.© Alexandra Wachelau
Hier frühstückt Monika Strzelec bei gutem Wetter. Die bunten Kissen sind eine Reiseerinnerung an Mexiko. "Die machen mir immer gute Laune", sagt Strzelec.© Alexandra Wachelau
Beim Flanieren durch den Garten begegnen einem Hummeln, Schmetterlinge und Katzen. In vielen Ecken sind Vogelhäuschen aufgestellt.© Alexandra Wachelau
1975 hat Monika Strzelec mit ihrem Mann das Grundstück gekauft und von Grund auf renoviert. Die Holzarbeiten hat ihr Mann übernommen.© Alexandra Wachelau
Die bunten Glasvögel sind teils gekauft, teils geschenkt. Der Bekannten- und Freundeskreis von Monika Strzelec weiß inzwischen, was ihr gefällt.© Alexandra Wachelau

Deko-Elemente haben persönlichen Wert

Vieles wurde von Monika Strzelec mithilfe von Pflanzen in den Garten integriert. Zwei Bratpfannen dienen als Behausung für Sukkulenten, genauso wie Achatkristalle und kleine Metalleimer.

Durch die Blumenpracht im Sommer sind viele Dinge gar nicht sichtbar – zum Beispiel zwei große Metallherzen, ein Geschenk von Bekannten.

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Vieles hat für die Rentnerin einen hohen emotionalen Wert. Zwei Frauenköpfe aus Ton erinnern sie an ihre verstorbene Schwester und sind ihr lieb und teuer. Sogar der alte Grabstein von ihrer Schwester steht bei ihr im Garten.

Auch ihr Mann ist überall präsent: Zusammen haben sie das Haus 1975 gekauft und von Grund auf renoviert. Die Balkone und die Gartenhütte hat er selbst gebaut – er war Zimmermann. Die Bank vor dem Garten hat er für sie zum Geburtstag gefertigt und ist ein Duplikat aus Bayern. Dort hat das Ehepaar oft Urlaub gemacht.

Sammelleidenschaft und viel Zeit

Manches im Garten zeugt aber auch von purer Sammelleidenschaft. So wird an vielen Stellen Monika Strzelecs Faible für Engel sichtbar – auf dem Sims des Kellerfensters lehnen gleich fünf Himmelsboten.

Auf einem Geländer zum Haus reiht sich eine kleine Gruppe an Blechhunden, angeführt von einem Rentier. Muscheln, Schneckenhäuser und trockenes Holz von Urlauben oder Spaziergängen sortiert Monika Strzelec liebevoll in kleinen Blumentöpfen. Alles hat seinen Platz.

Der Garten ist auch ein Treffpunkt für die Nachbarn von Monika Strzelec.

Der Garten ist auch ein Treffpunkt für die Nachbarn von Monika Strzelec. © Alexandra Wachelau

Blumen und Pflanzen lässt die Rentnerin dabei gerne auch wuchern. Auch wildes Efeu und Farn sind in ihrem Garten willkommen. Ein Nutzgarten ist es nicht, bis auf Erdbeeren und ein paar Kräuter stößt der Besucher hier vor allem auf Ringelblumen, Hortensien und Stockrosen.

Bei der Neubepflanzung von freigewordenen Töpfen oder Ecken lässt sich Strzelec Zeit. „Das ist die Gelassenheit des Alters“, sagt sie.

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Ihr Freundes- und Bekanntenkreis hat sich ihrer Liebe für den Garten angepasst. „Die wissen alle schon, was mir gefällt“, sagt Monika Strzelec beim Blick auf einen Schwarm bunter Glasvögel und lacht. Durch einen Spiegel, den sie im Hintergrund an den Gartenzaun gelehnt hat, wird die Anzahl der Vögel optisch verdoppelt.

Garten als Zentrum des Geschehens

Wird der Gartenbesuch durch diese Erinnerungen nicht manchmal zu emotional? „Manchmal werde ich schon traurig, dass ich das alles nicht mit meinem Mann teilen kann“, gibt Monika Strzelec zu.

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Doch sie sei kein Mensch, der deswegen den Kopf in den Sand steckt. Sie unternimmt viel mit ihren Nachbarn, wird häufig über den Gartenzaun hinweg angesprochen.

Inzwischen ist die Rentnerin nicht mehr so streng mit dem Garten. Trotzdem beschäftigt sie sich jeden Tag mit der Pflege und Erhaltung.

Inzwischen ist die Rentnerin nicht mehr so streng mit dem Garten. Trotzdem beschäftigt sie sich jeden Tag mit der Pflege und Erhaltung. © Alexandra Wachelau

In dem renovierten Haus, das sie früher mit Mann, Schwester und Schwager bewohnte, ist inzwischen einer ihrer sieben Enkel zuhause. Mit einer der Nachbarinnen ist sie außerdem schon nach Indien gereist. Im Zentrum der vielen Begegnungen: der Garten. Hier hat sie dieses Jahr bereits ihren 80. Geburtstag gefeiert.

So können auch Sie mit Ihrem Garten bei der Serie mitmachen

Wenn auch Sie mit Ihrem Garten oder Balkon bei der Serie „Querbeet“ mitmachen möchten, rufen Sie uns gern an unter Tel. 9059 4821 oder schicken Sie gern eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten und Ihrem Stadtteil an Dortmund@lensingmedia.de

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