Moschee und Pauluskirche laden ein

Nacht der Religionen

23.05.2007, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

«Bei der Veranstaltung in der Pauluskirche geht es nicht nur um Muslime und Christen - auch ein Interview mit einem buddhistischen Mönch steht auf dem Programm», sagt Pfarrer Friedrich Laker (46). Mohamed Bouzian (42) von der Al Fath-Moschee: «Die Frage, welche Religion die richtige ist, spielt keine Rolle. Wir wollen den Menschen demonstrieren, dass wir hier in der Nordstadt prima miteinander auskommen - für ein friedliches Zusammenleben brauchen wir nur Toleranz und Respekt.» Bei den Muslimen, unter denen es ebenso wie bei Christen noch große Berührungsängste gebe, sei die Veranstaltung auf überaus großes Interesse gestoßen. Mohamed Bouzian hofft, dass fast jedes zweite Gemeindemitglied kommt - bis zu 200 versammeln sich regelmäßig in der Mallinckrodtstraße 186 zum Freitagsgebet. «Wir kennen uns seit Jahren durch gegenseitige Besuche. Und wir haben nicht vergessen, dass uns die evangelische Kirche nach dem Moschee-Brand vor einigen Jahren sehr unterstützt hat.» In der «Nacht der Religionen» sollen Texte aus unterschiedlichen Religionen vorgetragen werden, die Gemeinsamkeiten deutlich machen. Auf der Orgelempore gibt es in einem «Nachtcafe» verschiedene Speisen, ein ruhiger Nebenraum steht allen Besuchern für Gebete und Meditationen offen. Am Ende steht ein gemeinsamer Segen auf dem Programm. Für Musik sorgt die Gruppe «Nava'i» (indisch-orientalische Klänge), der christliche Chor «Just Gospel» und die muslimische Band «Saad & Brothers». weg «Nacht der Religionen», Sonntag, 27. Mai, 19.30 bis 0.30 Uhr, Pauluskirche, Ecke Schützenstraße/Kirchenstraße. Der Eintritt ist frei. www.kirchenfern.de

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