Moschee will Minarett

Planungsdezernent Sierau setzt auf Gespräche der Evinger Politik mit den Muslimen

19.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Auf Anfrage unserer Zeitung bestätigten Stadtdirektor Ullrich Sierau und Bezirksvorsteher Helmut Adden dieses Vorhaben. «Es hat auch schon einen Bauantrag gegeben, der aus formalen Gründen zunächst zurückgewiesen wurde,» sagt Planungsdezernent Sierau. «Wir haben sozusagen zurzeit eine bauantragsfreie Situation.» Ullrich Sierau hofft, dass es zunächst bei dem sensiblen Thema zu einer innerörtlichen Klärung zwischen dem Moscheeverein und der Evinger Ortspolitik kommt, bevor schließlich die Verwaltung tätig werden muss. «Eine Hauptsorge ist die vom islamischen Moscheeverein gewünschte Höhe des Minaretts von rund 25 Metern», meint Helmut Adden, der inzwischen schon Gespräche mit dem Vorsitzenden der Selimiye-Moschee, Adem Sönmez, geführt hat. «Ich habe die Fraktionen der Bezirksvertretung informiert, mir ist aber noch nicht bekannt, wie sie zu dem Problem stehen», sagt er. «Ich weiß, dass der Moscheevorstand noch einmal tagen und dann die politische Entscheidung abwarten will.» Für Zündstoff in der Bevölkerung könnte der Muezzin-Ruf sorgen, denn die Selimiye-Moschee befindet sich in unmittelbarer Nähe des Nordfriedhofs. Adem Sönmez wollte dazu auf Anfrage unserer Zeitung zum jetzigen Zeitpunkt keine Stellungnahme abgeben. Der Moscheeverein an der Hessischen Straße 1 hatte sein Domizil zunächst an der Evinger Straße, bevor er auch mit Unterstützung der Bezirksvertretung zur Hessischen Straße umgezogen ist. Er bietet 250 Gläubigen Platz, das Gemeindezentrum 250 bis 300. Petra Frommeyer

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