Wegen Corona quellen jetzt auch die Mülleimer über

hzMüllentsorgung

Am Dahlwiesenbach in Scharnhorst quellen die öffentlichen Mülleimer über. „Das ist eine Sauerei ohnegleichen“, ärgert sich der Dortmunder Klaus Bendig. Auch hier liegt’s am Coronavirus.

Scharnhorst

, 23.04.2020, 10:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Unrat achtlos und illegal in der Natur zu entsorgen, ist zurecht ein Ärgernis. In den meisten Fällen stehen hierfür entlang beliebter Spazier- und Radwege ausreichend öffentliche Mülleimer bereit. Umso ärgerlicher, wenn diese nicht regelmäßig geleert werden – so geschehen in Scharnhorst.

Dem Scharnhorster Klaus Bendig sind in den vergangenen Tagen auf dem Weg entlang des Dahlwiesenbachs Mülleimer aufgefallen, die vor lauter Müll förmlich überquellen – Plastikbecher, eine Vielzahl gefüllter Hundekotbeutel, sogar zwei kaputte Badmintonschläger. Ob die dahingehören, ist eine andere Frage. Trotzdem: Der Müll liege dort seit mehreren Tagen, sagt Klaus Bendig: „Das ist eine Sauerei ohnegleichen.“

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Doch wie konnte es dazu kommen? „Coronabedingt haben die Behindertenwerkstätten, die sowohl die Kinderspielplätze als auch die Grünanlagen reinigen, einen Großteil ihrer Arbeit einstellen müssen,“ sagt Maximilian Löchter, Pressereferent der Stadt Dortmund.

Verzögerungen bei den Reinigungstouren

Im Normalbetrieb seien die Fahrzeuge der Werkstätten mit fünf Personen besetzt. Die notwendigen Maßnahmen und Abstandsregeln seien in diesem Kontext nicht zu gewährleisten.

Aus diesem Grund habe die Stadt einen Großteil der Reinigungstouren im gesamten Stadtgebiet übernommen. „Die zusätzlichen Aufgaben bringen es mit sich, dass es manchmal zu zeitlichem Verzug kommt“, erklärt Löchter und bittet um Verständnis.

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