Ein mutmaßlicher Serieneinbrecher muss sich vor dem Landgericht verantworten (Symbolbild). © picture alliance / dpa
Landgericht

Mutmaßlicher Serieneinbrecher soll auch ein Meister im Fliehen sein

Ein mutmaßlicher Serieneinbrecher muss sich vor dem Landgericht verantworten. Die Tatorte lagen offenbar in Dortmund und Werne. Genau weiß das der Angeklagte allerdings nicht mehr.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann neun Wohnungseinbrüche in Wambel, Brechten, Brackel und Werne vor. In fast allen Fällen soll der 31-Jährige Geld, Schmuck und andere Wertgegenstände gestohlen haben.

Bei der Frage, ob er die Vorwürfe einräumte, musste der Angeklagte allerdings passen. Verteidiger Hami Civil konnte im Namen seines Mandanten lediglich erklären: „Die Taten werden nicht bestritten.“

Rechtsanwalt Hami Civil gab für den Angeklagten eine Erklärung ab.
Rechtsanwalt Hami Civil gab für den Angeklagten eine Erklärung ab. © Martin von Braunschweig © Martin von Braunschweig

An Einzelheiten will sich der mutmaßliche Serieneinbrecher allerdings überhaupt nicht mehr erinnern können. Möglicherweise hat er einfach zu viele Taten verübt, dass er schlicht den Überblick verloren hat.

Sprung in den Garten

Dabei gäbe es durchaus Details, die sich auch im Gedächtnis eines Profidiebes festsetzen könnten. Bei einem Einbruch in Wambel soll der 31-Jährige aus dem Fenster auf ein gläsernes Vordach geklettert und anschließend auch noch über das Dach des Nachbarhauses geflohen sein.

Wenige Monate später soll der Dieb in Brechten erneut von einer Hausbewohnerin überrascht und in die Flucht geschlagen worden sein. Die Frau gab später zu Protokoll, der Einbrecher sei aus dem Kinderzimmerfenster etwa vier Meter tief in den Garten gesprungen und von dort aus dann weggerannt.

Der Prozess vor der 37. Strafkammer des Landgerichts wird sicherlich noch bis zum Mai dauern.

Über den Autor
Lesen Sie jetzt