Rechtsanwalt Marcus Herberholz verteidigt den Angeklagten. © Martin von Braunschweig
Landgericht

Mutmaßlicher Serieneinbrecher steht vor „Tour“ durch die Gerichte

Ein 31-jähriger Mann soll in Dortmund und Umgebung neun Einbrüche verübt haben. Eine Verurteilung am Landgericht wäre wohl nur ein Anfang.

Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass der Angeklagte mithilfe von DNA-Spuren, die an den verschiedenen Tatorten gefunden wurden, als Täter überführt werden kann.

Einen Teil der Einbrüche hat der Mann auch bereits zugegeben. Doch nicht immer kann er sich an alle Einzelheiten erinnern.

Zuletzt hatte sich der 31-Jährige bei einigen Einbruchsopfern entschuldigt und seine Taten mit seiner Drogensucht erklärt. Und auch am Donnerstag zeigte sich der Angeklagte durchaus einsichtig. Auf Nachfrage der Richter ließ er seinen Dolmetscher übersetzen: „Wenn ich die Möglichkeit hätte, Teile der Beute zurückzugeben, würde ich das natürlich tun.“

Weitere Anklagen

Tatsächlich wird es aber wohl nicht so weit kommen. Und deshalb richtet der Mann seine Konzentration auch schon weit über das Urteil der 33. Strafkammer hinaus.

In Mönchengladbach wartet nämlich eine Richterin schon darauf, dass das Dortmunder Verfahren gegen den 31-Jährigen abgeschlossen wird. Dann kann sie nämlich entweder mit ihrem Prozess gegen den Mann beginnen oder die Taten, die er am Niederrhein begangen haben soll, einstellen.

Und dann ist da auch noch ein Gericht in Italien, das auf die Auslieferung des Mannes wartet. Die wird auch erfolgen, sobald hier ein Teil der Strafe verbüßt worden ist.

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