Mysteriöse Botschaft am Amtshaus: Verschwörung oder geplatzte Trauung?

Kreide-Täter

„Alles Lüge. Leben geht anders“ steht in großen Kreide-Buchstaben an der Treppe am Mengeder Amtshaus. Auf den Stufen davor tanzen Herzchen. Was hat es damit auf sich?

Mengede

, 28.05.2020, 18:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Was hat es mit diesem Schriftzug auf sich? Die Amtshaus-Chefin sieht darin zumindest keinen Zusammenhang mit Verschwörungstheorien.

Was hat es mit diesem Schriftzug auf sich? Die Amtshaus-Chefin sieht darin zumindest keinen Zusammenhang mit Verschwörungstheorien. © Nils Heimann

Für Antje Klein, Leiterin der Bezirksverwaltungsstelle Mengede, ist das ganze keine große Sache. „Vielleicht hatten Jugendliche Langeweile in der Corona-Krise“, überlegt sie. „Oder jemand hat sich über eine geplatzte Trauung geärgert. Aber davon weiß ich eigentlich nichts.“

Ihr Rätselraten kreist um einen Kreide-Schriftzug samt Herzchen an der Treppe des Mengeder Amtshauses. „Alles Lüge. Leben geht anders“, lautet die Meinung der unbekannten Verfasser. Nach Ansicht von Antje Klein waren hier keine Verschwörungs-Theoretiker am Werk, die an der Existenz des Coronavirus zweifeln oder die Schutzmaßnahmen und die damit verbundenen persönlichen Einschränkungen anprangern. „Dazu passen die Herzchen nicht. Ich weiß nicht, was man uns damit sagen will.“

Kreide-Schriftzug auch am Blumengeschäft Risse

Entdeckt hatten die „Kreide-Tat“ die Quartierskümmerer am Mittwoch (27.5.), einen Tag später rückten sie der Kreide mit Wasser und Schwamm zu Leibe. „Den Rest wird der Regen regeln. Auf den Pflastersteinen wurden dieselben Sprüche hinterlassen, die man dort aber kaum erkennt“, sagt Klein.

Bezirksbürgermeister Willi Tölch kann sich auch keinen Reim aus der Sache machen. „Am Blumengeschäft Risse gibt es denselben Schriftzug.“ Er ärgere sich vielmehr über echte Schmierereien im Bezirk. „Alles, was neu ist, wird mit schwarzer Farbe verschandelt.“

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