Bürgerhaus Dorstfeld könnte drei Probleme auf einen Streich lösen

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Bei unserem Stadtteilcheck im Dezember 2018 haben in Dorstfeld besonders die Gastronomie und das Angebot für Jugendliche schlecht abgeschnitten. Was hat sich seitdem getan?

Dorstfeld

, 02.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kommunalwahl 2020 steht am 13. September (Sonntag) an. Zeit, einen Blick zurück zu werfen: Was hat sich in den Dortmunder Ortsteilen getan und welche Probleme sollten die Lokalpolitiker möglicherweise in Zukunft angehen? Als Ausgangspunkt dient unser Stadtteilcheck aus dem Jahr 2018.

Der Ortsteil Dorstfeld hat dabei mit jeweils nur fünf von zehn Punkten die schwächsten Bewertungen im Bereich Gastronomie und Jugend erhalten. Anwohnerin Coralie Siebert, die in Oberdorstfeld aufgewachsen ist, nannte damals das Café Felix und das Haus Schmidt am Wilhelmplatz als gute Anlaufstellen.

Hinzu kommen laut Siebert das Hicc Up und das Haus Unland in Oberdorstfeld sowie die Gaststätte des Kleingartenvereins „Glück Auf“. Imbissbuden ergänzen das Angebot, die Vielzahl an Kneipen von Früher und eine Eisdiele fehlen laut den Dorstfeldern jedoch im Ortsteil.

Gastronomie von Corona-Krise gebeutelt?

Das Gastronomieangebot hat sich in den vergangenen eineinhalb Jahren zwar nicht drastisch vergrößert, verkleinert hat es sich trotz der Coronakrise jedoch bislang auch nicht. Gerüchte über die Schließung des Restaurants „Sudpfanne“ an der Oberbank 11 räumte der Inhaber Ende Juli aus.

Schlecht sieht es hingegen für die Vereinsgaststätte „Glück Auf“ aus. Nach Streitigkeiten zwischen der Wirtin und dem Gartenverein stehen derzeit alle Zeichen auf eine vorläufige Schließung zum 31. Dezember bis ein neuer Pächter gefunden ist.

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Für Jugendliche und Kinder könnte sich das Angebot indes künftig auch ganz ohne politische Eingriffe verbessern. Das Bürgerhaus „Pulsschlag“ an der Wittener Straße soll Mitte 2021 fertig werden und unter anderem einen täglich geöffneten Treffpunkt für Kinder und Jugendliche beherbergen.

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Der aktuelle Bezirksbürgermeister Ralf Stoltze ist der Vorsitzende der Genossenschaft, die das Bürgerhaus-Projekt realisiert. Auch die Zufriedenheit mit der Familienfreundlichkeit und dem Angebot für Senioren im Ortsteil, die beim Stadtteilcheck nur bei sechs von zehn Punkten lag, könnte mit der Fertigstellung des Bürgerhauses zunehmen. Denn nicht nur die Jugend soll sich hier wohl fühlen.

Sicherheit bleibt ein Problem

Ein zentrales Problem bleibt aber wohl weiterhin das Sicherheitsgefühl der Bürger in Dorstfeld. Bezirksbürgermeister Ralf Stoltze und die Polizei betonten 2018 im Stadtteilcheck, das bereits viel getan werde, um die Sicherheit der Anwohner zu garantieren.

Doch gerade rund um den Wilhelmplatz, wo die rechte Szene sich ausgebreitet hat, warnt auch Ralf Stoltze vor möglichen Gefahren. „Da fliegen schon öfter mal Gegenstände aus den Fenstern“, sagte er zuletzt. Die Sicherheit ist also ein Punkt, der in Dorstfeld weiterhin Verbesserungspotenzial hat.

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