Nach der Lehre Leiharbeiter

Gewerkschaften kritisieren Malerfirmen

DORTMUND Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die IG Bau schlagen Alarm: Ihrer Meinung nach entziehen sich heimische Maler- und Lackierer-unternehmen ihrer „sozialen Verantwortung“.

von Von Achim Roggendorf

, 08.07.2009, 05:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach der Lehre Leiharbeiter

Azubis des Maler- und Lackierer-Handwerks wird derzeit Übel mitgespielt.

Als Arbeitgeber sei man damit fein raus, so Bönnemann. Man müsse sich weniger Gedanken machen. Schließlich müsse der Mitarbeiter nicht mehr auf Dauer eingestellt werden. „Wenn er nicht mehr gebraucht wird, schickt man ihn einfach nach Hause.“ Dabei haben die Firmenchefs das seiner Einschätzung nach überhaupt nicht nötig. So seien die Auftragsbücher vieler Betriebe zum Teil noch gut gefüllt. Joachim Susewind, Geschäftsführer der Maler- und Lackierer-Innung, stellte klar, dass die Unternehmen nichts Verbotenes tun. Dass Auszubildende derart unter Druck gesetzt wurden, davon habe er noch nichts gehört. Gleichwohl wollte Susewind nicht ausschließen, dass auch Mitgliedsfirmen mit Hilfe von Leiharbeitern ihre Auftragsspitzen abarbeiten. Beim Maler- und Lackiererinnungsverband Westfalen in Dortmund war am Dienstag niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

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