Nach Hohoff‘s 800° sollen Food-Trends aus ganz Europa für Furore sorgen

hzGastronomie in Dortmund

In der nächsten Woche könnte es losgehen in der Speisekammer, ehemals Hohoff‘s 800°. Der Umbau in Deusen ist abgeschlossen. Der neue Betreiber hat es mit der Eröffnung aber nicht eilig.

Deusen

, 29.11.2019, 17:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Noch stehen Kästen mit Besteck und Geschirr kreuz und quer im Restaurant herum – und geheizt ist auch nicht. Doch das sind nur Kleinigkeiten für Dominik Schön, Bereichsleiter Gastronomie bei der „Catering-Manufaktur“, die zur Westfalenhallen Dortmund GmbH gehört: „Wir könnten in der kommenden Woche mit dem Betrieb beginnen.“

Denn soviel brauchte der neue Betreiber gar nicht zu ändern im ehemaligen „Farmhouse“ an der Deusener Straße. „Wir haben nur ein paar Staubfänger weggeräumt“, so Schön. Denn weil die Gastronomie nicht täglich geöffnet sein wird, sondern nur zu gebuchten Veranstaltungen oder sogenannten Pop-up-Ereignissen, soll der Raum schnell und einfach zu reinigen sein. Die stilvollen Möbel sind geblieben.

Der 800-Grad-Grill ist weg

Die größte Veränderung gibt es sowieso in der Küche. Dort gibt es nun eine Lücke. Der 800-Grad-Grill ist weg. „Den haben wir eingemottet“, sagt Dominik Schön und lässt keinen Zweifel daran, dass er kein Freund des ultraheiß gegrillten Fleisches ist. „Man kann mir viel von Karamellisieren erzählen, für mich ist das einfach nur bitter.“

Damit gibt Schön die Richtung des zukünftigen Angebotes vor. Es soll eine raffiniertere, moderne Küche geben und zwar immer auf dem Stand der neuesten Trends in den europäischen Metropolen.

Schön setzt auf kreative Küche. Er will derjenige sein, der neue Foodtrends als Erster nach Dortmund holt. „Wir bereisen regelmäßig Städte wie Berlin, Stockholm, Amsterdam oder Kopenhagen und informieren uns vor Ort über die Trends“, berichtet Schön.

Die Event-Branche kommt nach Dortmund

Glücklicherweise hat die Westfalenhallen Dortmund GmbH überall Kooperationspartner, die man sowieso regelmäßig besucht.

Nur im Januar nicht, dann besucht die gesamte Branche Dortmund, wenn in den Westfalenhallen die Messe „Boe International“ stattfindet, eine Fachmesse für Event-Veranstaltungen. In diesem Rahmen wird die Eröffnung der Speisekammer in Form eines Neujahrsempfanges stattfinden. Mit geladenen Gästen, von denen man sich auch die ersten Aufträge erhofft.

Vor dem Jahreswechsel wird es in Deusen also zunächst keine Veranstaltung geben. „Wir haben auch erstmal genug mit den bereits gebuchten Veranstaltungen in unseren anderen Locations zu tun“, sagt Schön und macht nochmal darauf aufmerksam, dass es sowieso niemals einen A-la-Carte-Betrieb geben wird. Es habe bereits Reservierungsversuche gegeben, die alle abgelehnt werden mussten. In den Räumen neben der Deusenkirche gibt es eben kein Restaurant mehr.

In der Küche wird das Büffet aufgebaut

Was es in der Speisekammer geben wird, sind private Gesellschaften, Firmenfeiern oder andere gebuchte Veranstaltungen für bis zu 70 Personen. Zu diesen Anlässen wird die Küche der Veranstaltungsfläche zugerechnet. Dort wird dann das Büffet aufgebaut.

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Gekocht wird in der Speisekammer nicht mehr, es wird ein reines Catering geben. Das Essen kommt aus dem Firmensitz an der Strobelallee. Bei Privatveranstaltungen könnte sogar der Getränkeausschank in die Hände des Veranstalters gelegt werden, dann würde die Cateringmanufaktur nur zwei „Aufpasser“ stellen – das ist zumindest eine der vielen Ideen, zu denen auch die Teilnahme am Menü-Karussell gehört oder Veranstaltungen zum Valentinstag, was aber auch noch nicht spruchreif ist.

Gegen mehrere Bewerber durchgesetzt

Natürlich achtet Dominik Schön auf das besondere Niveau seines Angebotes. Veranstalter, die in die Speisekammer einladen, sollten mit 70 bis 85 Euro pro Person rechnen.

Die Cateringmanufaktur hatte lange nach einer gut ausgebauten Gastronomie für ihre Pläne gesucht und musste sich in Deusen gegen mehrere Bewerber als Hohoff-Nachfolger durchsetzen.

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