Nach Kita-Maulwurf-Überschwemmung: „Sandsäcke sind keine Dauerlösung“

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Die Kita Maulwurf wurde bereits zum zweiten Mal überschwemmt. Zwar hat die Elterninitiative eine Sandsack-Mauer errichtet, doch das ist nur eine Notlösung.

von Alexandra Wachelau

Hombruch

, 21.08.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach einer Überflutung, dem darauffolgenden Umzug und Anfang Juli der zweiten Überflutung der Kita Maulwurf musste eine schnelle Lösung her – Hauptsache, Erzieher und Kinder behalten in Zukunft trockene Füße.

Die Elterninitiative hat sich kurzerhand Sandsäcke besorgt und den hauseigenen Sandkasten ausgegraben – eine Notlösung.

In Sturzbächen floss das Wasser der Straße Anfang Juli in die Kita Maulwurf. Dann ist dieses Bild entstanden. Auch am Wochenende (15./16. August) war der Stortsweg laut Sonja Jacobs wieder überflutet – doch dank der Sandsäcke blieb die Kita trocken.

In Sturzbächen floss das Wasser der Straße Anfang Juli in die Kita Maulwurf. Dann ist dieses Bild entstanden. Auch am Wochenende (15./16. August) war der Stortsweg laut Sonja Jacobs wieder überflutet – doch dank der Sandsäcke blieb die Kita trocken. © Sonja Jacobs

Nach den schweren Unwettern des vergangenen Wochenendes blieb die Kita jedoch trocken. Die Sandsack-Barrikade funktionierte. „Ich hätte Freudentänze machen können“, sagt Sonja Jacobs, Vorstand der Elterninitiative. Sie hat den Starkregen am vergangenen Wochenende vor Ort miterlebt und ist froh, dass nicht wieder Wasser im Gebäude stand.

Nur eine Übergangslösung

Doch abgesehen davon sind die Sandsäcke für das Team keine Bereicherung: „Sie blockieren den Eingang und unsere hauseigenen Parkplätze“, sagt Jacobs. Für die Mütter und Väter, die morgens mit Kind und Kegel vorbeikommen, verbarrikadieren sie den Weg. Am Straßenrand besteht Halteverbot: Hier wurde das Team der Kita bereits von der Polizei angesprochen.

Für die Sandsäcke musste der hauseigene Sandkasten herhalten.

Für die Sandsäcke musste der hauseigene Sandkasten herhalten. © Sonja Jacobs

Das Kita-Team hebt nun regelmäßig Kinderwagen über die Barrikade. Die Säcke selbst sind für das Team zu schwer: Schon beim Bau der Sandsack-Mauer haben die Eltern nur mithilfe von Schubkarren und vereinter Kraft einen einzelnen davon hochheben können.

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„Wir müssen unsere Parkplätze wieder aktivieren. Die Sandsäcke sind wirklich keine Dauerlösung“, betont Stefan Halbach aus dem Vorstand. Auch für körperlich beeinträchtigte Besucher der Kita sei der Weg über die Sandsäcke eine Zumutung.

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Zusammen mit der Elterninitiative hat Halbach der Stadt Dortmund und dem Eigentümer der Kita einen Vorschlag gemacht: Der Bau eines wasserdichten Zauns, unten mit Aluverbundplatten verdichtet. „Wir würden dort Torelemente einsetzen, um die Parkplätze und Eingänge nach Bedarf zu öffnen und zu verschließen“, sagt Halbach.

Ursachensuche läuft

Bezirksbürgermeister Hans Semmler (CDU) sagt, dass diese Pläne in der nächsten BV-Sitzung (15. 9.) aufgenommen werden. Zudem habe die Stadt eine Rinne geplant, die das Wasser der Straße in den Tiefenbach leiten soll. Dieser Bach liegt hinter dem Kita-Grundstück.

„Fest steht: Es muss eine schnelle Lösung her“, sagt Semmler. Er sei bereit, zusammen mit der BV die Kita finanziell zu unterstützen.

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Die Ursachensuche bezüglich des undichten Neubaus am Stortsweg laufe laut Semmler. Schon der Baubeginn der Kita stand dabei unter keinem guten Stern: Nachdem ursprünglich ein höher gelegenes Grundstück neben dem katholischen Kindergarten Maria Königin angedacht war, erhielt das Projekt starke Kritik.

2017 zog die Kita schließlich in den Neubau, der in einer Senke am Stortsweg liegt – und wurde seitdem schon zweimal überflutet.

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