Nach Kritik des Gesundheitsministers: Dortmunder Pflege-Bündnis vermisst Antworten

Personal und Pflege

Forderungen nach mehr Personal in der Gesundheitsbranche gehen NRW-Minister Karl-Josef Laumann „auf den Geist“. Das Dortmunder Pflege-Bündnis fühlt ihm jetzt auch noch auf den Zahn.

Dortmund

, 28.05.2019, 16:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach Kritik des Gesundheitsministers: Dortmunder Pflege-Bündnis vermisst Antworten

Der Altersdurchschnitt in Dortmund steigt. Das ist eine Herausforderung auch für Pflegeheime und deren Personal. © Oliver Schaper

Der NRW-Gesundheitsminister kann es nicht mehr hören: Immer wieder konfrontieren Initiativen wie das Dortmunder Pflege-Bündnis die Landes- und Bundespolitik mit Forderungen nach mehr Personal. Bei einer Fachtagung für Pflegekräfte sagte Karl-Josef Laumann: „So etwas geht mir sehr auf den Geist.“ Barbara Granseuer vom Pflege-Bündnis bezieht Stellung. Tenor: Dem Minister gehe man gerne auf den Geist. Kontern will das Bündnis mit Inhalten.

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Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister beantwortete mit seinen Plänen für das neue Kontroll- und Bewertungssystem für Seniorenheime viele wichtige Fragen nicht. Er sei stolz auf ein neues Notensystem für die Pflegebranche und ändere „nichts an der Belastung der Beschäftigten.

Mehr Geld für mehr Personal

An dieser Stelle setzt das Dortmunder Pflege-Bündnis an: Es will Landes- und Bundespolitiker dazu bewegen, die Heime und Krankenhäuser an die Arbeitsanforderung angepasst zu finanzieren – damit die Betreiber mehr Personal einstellen können.

Barbara Granseuer sagte, dass sich der Minister eigentlich über die Forderung nach mehr Personal freuen müsse. Die Politik müsse die „Rahmenbedingungen für ein gemeinnütziges Gesundheitswesen im Interesse der Bevölkerung schaffen.“

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