Nach Soforthilfe-Schock: Lob für Abrechnungs-Stopp

Corona-Krise

Nach den Irritationen darüber, dass Kleinunternehmer die Corona-Soforthilfe wohl für Lohnzahlungen nicht verwenden durften, hat das Land die Abrechnung nun gestoppt. Dazu gibt es Reaktionen.

Dortmund

, 16.07.2020, 12:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber begrüßt es, dass das Land die Abrechnungsvorgaben für die Soforthilfe offenbar nochmal überdenken will.

IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber begrüßt es, dass das Land die Abrechnungsvorgaben für die Soforthilfe offenbar nochmal überdenken will. © (A) Stephan Schütze

Die Handwerkskammer (HWK) Dortmund begrüßt, dass das Land Nordrhein-Westfalen das Rückmeldeverfahren für die NRW-Soforthilfe 2020 angehalten hat. Auch von der Industrie- und Handelskammer kommt Zustimmung.

In enger Abstimmung mit dem Bund gelte es nun, so die Handwerkskammer, angemessene Abrechnungsmöglichkeiten zu finden. „Die Soforthilfen haben finanzielle Unterstützung schnell und unbürokratisch in die Betriebe gebracht“, sagt HWK-Präsident Berthold Schröder. „Aber noch sind zahlreiche Handwerker nicht über den Berg. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise sind überall spürbar und viele bangen nach wie vor um ihre Existenz.“

Es würde den Erfolg des Hilfsprogramms gefährden, wenn die Unternehmen durch starre Förderauflagen jetzt weiter belastet werden würden. Schröder: „Alles hängt nun davon ab, welche Änderungen am Rückmeldeverfahren vorgenommen werden. Die Betriebe haben auf die Soforthilfen vertraut.“

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Ähnlich äußert sich IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber. „Wir begrüßen die Entscheidung der NRW-Landesregierung, um im engen Austausch mit dem Bund die drängendsten Fragen zu klären. Einige Abrechnungsvorgaben, etwa mit Blick auf die Personalkosten, haben sich als wenig unternehmerfreundlich erwiesen. Wir freuen uns, dass die Landesregierung die Hinweise der IHK-Organisation aufgenommen hat“, so Schreiber.

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