Nach syrischer Hochzeit: Bräutigam meldet sich jetzt zu Wort

Arnoldstraße

Seine Hochzeit in Dortmund wurde vom Ordnungsamt beendet, weil zu viele Gäste dabei waren. Nun hat sich Mohammed D. im Fernsehen zu Wort gemeldet.

Dortmund

09.10.2020, 19:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Laut der Polizei sollen 380 Gäste in diesem Festsaal an der Arnoldstraße eine syrische Hochzeit gefeiert haben.

Laut der Polizei sollen 380 Gäste in diesem Festsaal an der Arnoldstraße eine syrische Hochzeit gefeiert haben. © Oliver Volmerich

300 oder mehr Menschen sollen am Samstag (3.10.) laut der Darstellung des Ordnungsamtes und der Polizei eine syrische Hochzeit in Dortmund gefeiert haben. Die Veranstaltung in der Arnoldstraße wurde beendet, wobei es laut der Polizei auch zu Ausschreitungen kam. Nun hat sich der Bräutigam gegenüber RTL zu Wort gemeldet.

Mohammed D. sagt, er und seine Partnerin hätten nur 130 Personen eingeladen. Gekommen seien dann jedoch mehr, insbesondere 40 zusätzliche Kinder. „Das war schwer, du kannst keine Kinder rausschmeißen“, erklärte der Bräutigam gegenüber RTL. Er selbst spricht von einer Verlobungsfeier.

Die Angabe der Polizei, nach der 380 Personen bei der Feier zugegen waren, hält Mohammed D. dem Bericht zufolge für „unmöglich“. Es seien womöglich Schaulustige mitgezählt worden.

Entfernte Verwandte machten Ärger

Auch unerwünschte Gäste seien zu der Feier gekommen, so der Bräutigam. Entfernte Verwandte, die nicht eingeladen gewesen wären, seien betrunken auf die Feier gekommen. „Die waren laut und haben draußen Stress gemacht mit der Polizei“, so Mohammed D. gegenüber RTL.

Seine Partnerin habe geweint, als die Feier nach weniger als zwei Stunden beendet worden sei, so der Bräutigam. Beide seien sehr traurig und planten erstmal keine neuen Feierlichkeiten.

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