Nach Schüssen auf 16-Jährigen

Nach Tod von Mouhamed D.: Protest auch im Senegal

Nicht nur in Dortmund, sondern auch 6.000 Kilometer entfernt im Senegal, in der Heimat von Mouhamed D., wird nach seinem Tod demonstriert. Die Vorwürfe sind drastisch.
Nach dem Tod des 16-jährigen Mouhamed D. wird auch im Senegal, seiner Heimat, demonstriert. © Robin Albers

Schon vier Demonstrationen fanden in Dortmund statt, seitdem der 16-jährige Mouhamed D. nach fünf Schüssen aus einer Maschinenpistole der Polizei am Montag (8.8.) starb.

Die Empörung ist groß. Hunderte Demonstrierende fordern die Aufklärung des Falls, die Kritik Richtung Polizei ist groß.

Harte Strafen für den Polizisten

Auch in der Heimat von Mouhamed D. wird demonstriert, wie ein Bericht des Nachrichtenportals „Dakaractu“ zeigt. In der Region Ndiaffate im Südwesten Senegals, dem augenscheinlichen Heimatort des Jugendlichen – fast 6.000 Kilometer von Dortmund entfernt.

In einem Video zum Beitrag ist eine Gruppe junger Menschen zu sehen, die mit Plakaten und Bildern von Mouhamed durch die Straßen von Ndiaffate ziehen. Sie beklagen unter anderem ein „rassistisches“ Verhalten der Polizei, fordern Gerechtigkeit für Mouhamed und die Rückführung seines Leichnams.

Einer der Teilnehmer erhebt im Interview die Anschuldigung, dass die Polizei nicht geschossen hätte, wenn Mouhamed weiß gewesen wäre. Man wisse zwar, dass aktuell Ermittlungen im Gange seien – die Demonstrierenden fordern aber harte Strafe für den Polizisten, der die Schüsse abgefeuert hat. Der Protest solle auch die Regierung des Senegal dazu drängen, Stellung zu dem Fall zu beziehen.

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