Am Samstag (4.9.) durfte in Dortmunds Clubs wie hier im Weinkeller wieder gefeiert werden. © Weinkeller
Nachtleben

Nachtbeauftragter zur Club-Öffnung: „Mischung aus Abiprüfung, Weihnachten und Silvester“

Dortmunds neuer Nachtbeauftragter hat in der ersten Partynacht nach 18 Monaten eine besondere Stimmung erlebt. Bei den Clubbetreibern hat er aber Freude mit Vorbehalt wahrgenommen.

Eineinhalb Jahre waren die Dortmunder Clubs wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Am Samstag (4.9.) durften sie nach dieser Zwangspause unter besonderen Auflagen wieder öffnen. Vor den Diskotheken bildeten sich lange Schlangen. Für den neuen Nachtbeauftragten Christoph Stemann war es der erste Arbeitstag an einem wirklichen Club-Wochenende in Dortmund. Aus seiner Sicht war es eine Nacht mit einer besonderen Stimmung.

„Das war eine Mischung aus Erleichterung nach einer bestandenen Abiprüfung und einer Freude wie an Weihnachten und Silvester zusammen“, beschreibt Christoph Stemann die Atmosphäre in den Discotheken. Er war bis sechs Uhr morgens in allen Clubs unterwegs, die geöffnet hatten und sei dort auf überwiegend junge Menschen getroffen, die friedlich, ausgelassen und rücksichtsvoll gefeiert hätten.

Ordnungsamt hat Einlasskontrollen beobachtet

„Da hat keiner die Ellbogen rausgestellt, um sich Platz zu schaffen. Das war ein tolles Miteinander“, sagt der Nachtbeauftragte, der bei seinen Besuchen keine Probleme gesehen hat. Auch das Ordnungsamt habe nichts zu beanstanden gehabt, als es sich die Einlasskonzepte an zwei Diskotheken exemplarisch angesehen habe, heißt es von der Stadt auf Anfrage dieser Redaktion.

Stemann musste sich aber zunächst wieder an den Anblick dicht gedrängter, tanzender Menschen gewöhnen, erzählt er. „Später war es dann aber schon wieder völlig normal.“ Die Partygäste hätten sich ebenfalls erst vorsichtig herangetastet, um dann ausgelassen zu feiern.

Freude mit Vorbehalt bei den Clubbetreibern

Aber nicht nur für die Gäste sei es besonders gewesen, auch die Clubbetreiber seien erleichtert gewesen, wieder öffnen zu dürfen. „Sie hatten ja eineinhalb Jahre lang praktisch ein Berufsverbot. Das war schon besonders für sie, wieder Partygäste zu empfangen. Sie haben sich darauf top vorbereitet.“

Ganz ungetrübt sei die Freude jedoch nicht, sagt Stemann. Denn die Clubbetreiber blicken auch jetzt mit Bangen auf das Auslaufen der aktuellen Coronaschutzverordnung am 17. September und auf mögliche neue Regeln. „Die Clubbetreiber freuen sich noch mit Vorbehalt“, erzählt der Nachbeauftragte.

„Ich war am Samstagabend vor allem unterwegs, um ihnen den Rücken zu stärken. Sie haben sich gefreut, dass jemand vorbeigekommen ist“, sagt Stemann. Ansonsten sei er vor allem als Beobachter unterwegs gewesen. „Selbst feiern konnte ich leider nicht.“ Eine Sache sei ihm aber trotzdem aufgefallen: „Man schwitzt nicht mehr so sehr, weil alle Clubs so super durchlüftet werden.“

Am kommenden Samstag werden die Lüftungen in den Clubs definitiv wieder laufen. Der Weinkeller etwa hat für das Wochenende schon seine Eurodance-Party angekündigt.

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Als gebürtiger Dortmunder bin ich großer Fan der ehrlich-direkten Ruhrpott-Mentalität. Nach meinem journalistischen Start in der Dortmunder Stadtredaktion, schreibe ich mich gerade als Volontär durch die Redaktionen in der Region.
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