Nähbienen bereiten für Schulen Notfall-Kisten mit Masken vor – Ikea hilft

Coronavirus

Innerhalb weniger Tage sind aus sechs „Dortmunder Nähbienen“ 14 geworden. Auch Ikea unterstützt die Masken-Näherinnen. Mittlerweile arbeiten sie an einem zweiten Projekt.

Lütgendortmund

, 16.04.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Übergabe im Wohnzimmer von Beate Kimm: Nähbiene Julia Reiter übergibt selbst genähte Behelfsmasken an zwei Mitarbeiter des St.-Barbara Alten- und Pflegezentrums.

Übergabe im Wohnzimmer von Beate Kimm: Nähbiene Julia Reiter übergibt selbst genähte Behelfsmasken an zwei Mitarbeiter des St.-Barbara-Alten- und Pflegezentrums. © Beate Kimm

Beate Kimms Wohnzimmer gleicht einem Materiallager. Der Anblick von Stoffen, Nähgarn und Gummibändern dürfte das Herz jeder Masken-Näherin höher schlagen lassen.

Die 56-jährige Lütgendortmunderin hat Anfang April die ehrenamtliche Gruppe „Dortmunder Nähbienen“ ins Leben gerufen. Anfangs nähten sechs Frauen Behelfsmasken, die vor dem Coronavirus schützen sollen, mittlerweile sind es schon 14.

Danke für einen Gänsehautmoment: Das Team des St.-Barbara Alten- und Plfegezentrums bedankt sich mit einem emotionalen Brief bei den Nähbienen für die erste Masken-Spende.

Danke für einen Gänsehautmoment: Das Team des St.-Barbara-Alten- und Plfegezentrums bedankt sich mit einem emotionalen Brief bei den Nähbienen für die erste Masken-Spende. © Beate Kimm

Die Resonanz auf das Projekt ist riesig. Allein über 30 Anrufe gingen direkt nach einem Aufruf dieser Redaktion bei Beate Kimm ein. Viele spenden, andere, sogar über 80-Jährige, wollen mitnähen.

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Die größte Spende stammt vom Möbelhaus Ikea im Indupark. „Wir haben von Ikea wunderschöne Stoffe bekommen, und bei Bedarf gibt es Nachschub“, berichtet Beate Kimm. In einer Nachtschicht habe sie die Stoffe für die Näherinnen zugeschnitten.

Masken-Notfall-Kisten für Schulen, Heime und Kitas

In einem nächsten Schritt wollen die Nähbienen Masken-Notfall-Kisten für Schulen, Heime und Kitas befüllen – 100 bis 150 Masken pro Ikea-Kiste. „Damit sie auf eine neue Welle vorbereitet sind. Bei einer Pandemie muss man damit rechnen“, so Beate Kimm.

Das Ergebnis einer Nachtschicht: Beate Kimm hat die Stoffspenden für die Näherinnen zugeschnitten.

Das Ergebnis einer Nachtschicht: Beate Kimm hat die Stoffspenden für die Näherinnen zugeschnitten. © Beate Kimm

Fast 500 Masken haben die Nähbienen bereits produziert und an Heime und Kliniken in der näheren Umgebung verschenkt. Wer Beate Kimm und ihr Team unterstützen möchte, kann sich unter Tel. (0178) 90 66 196 melden.

Aktion Maskenhilfe

Wir bringen Näher und Suchende zusammen

Zum Schutz vor dem Coronavirus werden Schutzmasken so dringend gebraucht, dass sogar die Nachfrage nach selbst genähten Masken groß ist. Mit unserer großen Aktion „Maskenhilfe“ bringen wir Suchende und Produzierende zusammen. Sie möchten Einrichtungen wie Pflegeheime mit selbst genähten Masken unterstützen? Oder Sie vertreten eine Einrichtung, die Bedarf hat? Melden Sie sich an! Alle Infos und Teilnahme: www.rn.de/maskenhilfe
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