Beim Bettenrennen immer einen Eimer Wasser unterm Bauch

hzKirchlinder Woche

Per Krankenhausbett gehts über den Bärenbruch: Neun Teams legen sich beim Bettenrennen der Kirchlinder Woche ins Zeug, um den ersten Platz zu erreichen. Dabei ist auch Treffsicherheit nötig.

von Tobias Weskamp

Kirchlinde

, 16.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Gut besucht ist die Kirchlinder Woche rund um die große Kreuzung an der Kirchlinder Straße. Besonders viele kommen zum Bettenrennen, eines der Highlights der Veranstaltung. Neuen Teams treten bei dem ungewöhnlichen Rennen, bei dem der Spaß im Vordergrund steht, in mehreren Läufen an.

Beim Rennen wird ein normales Krankenhausbett mit Rollen von vier Teammitgliedern geschoben, während das fünfte auf dem Bett sitzt oder liegt. „Der auf dem Bett hält den vollen Wassereimer“, erklärt Niels Süßmilch vom TSV Kirchlinde. „Neben einem durchfahrenen Slalomparcours muss der auf dem Bett auch durch einen kleinen Stofftunnel.“

Beim Bettenrennen immer einen Eimer Wasser unterm Bauch

Der Trommlerkorps Gut Klang liegt gut in der Zeit. © Stephan Schütze

Danach ist Treffsicherheit gefragt. Ein roter Ball muss in einen Basketballkorb geworfen werden. Einige Teams sind richtig flott und treffen beim zweiten oder dritten Versuch. Super läuft es unter anderem für Schumi‘s DC retired: Ihr Werfer trifft gleich beim ersten Mal.

Rennen war vor Jahren schon im Programm

Bettenrennen Reloaded lautet der Titel. „Nach zehn Jahren haben wir es wieder ins Programm aufgenommen, da uns die Kirchlinder oft danach gefragt haben“, erklärt Burkhard Dieckmann, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Kirchlinder Vereine. Spaß macht es den Zuschauern. „Ich bin begeistert“, so Bärbel Katzy. „Schön, dass es wieder mit dabei ist. Wir haben es vermisst“, freut sich Yvonne Katzy. Beide kennen einige der Teilnehmer.

Beim Bettenrennen immer einen Eimer Wasser unterm Bauch

Die Zuschauer haben ihren Spaß. © Stephan Schütze

Sicherheit ist beim Bettenrennen wichtig. „Wir haben es damals gestoppt, bevor es Unfälle gab“, erinnert sich Dieckmann. Jetzt wurde der Parcours verkürzt und der im Bett sitzende muss einen Helm tragen. Ein Team, das ohne Helm starten will, wird dementsprechend auch vom Sprecher gestoppt. Ein anderes Team hilft aus.

Eine bestimmte Taktik haben die Teams nicht. „Drauflos ist die beste Taktik“, sagt Fabian Dillenhöfer vom TSV Kirchlinde augenzwinkernd. Geübt haben sie nicht, ebenso wie das Trommlerkorps Gut Klang. „Wir sind motiviert und schnell“, so Kevin Przibilla. „Außerdem rennen wir alle im gleichen Rhythmus“, ergänzt Sophie Plutz. „Wir können gut marschieren“, so Dustin Choroba.

Beim Bettenrennen immer einen Eimer Wasser unterm Bauch

Zwischendurch geht es durch einen Tunnel. © Stephan Schütze

Der Wassereimer wird gut geschützt

Praktisch alle Teams wenden einen Trick an. „Man sollte sich auf den Eimer drauflegen, damit möglichst wenig herausschwappt“, erklärt Süßmilch. „Früher haben sich die Teilnehmer draufgesetzt, das funktionierte aber nicht so gut.“

„Nach dem Rennen wird gemessen und das verlorene Wasser in Strafzeit umgerechnet“, beschreibt Dillenhöfer. Manche Teams verlieren trotz „Bauchschutz“ mehrere Liter und bekommen pro verlorenem Liter Wasser eine Sekunde auf die oft dreiviertel Minute Laufzeit oben drauf. Am besten machte es das Team des DJK Westfalia, gefolgt von VfR Kirchlinde 2 und Bedachungen Burmann.

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