Neben dem Marihuana lag ein Revolver: Drei Jahre Haft für Lüner

Landgericht Dortmund

170 Gramm Marihuana und eine geladene Schusswaffe: Vor Gericht ist das eine toxische Kombination. Ein 33-jähriger Lüner ist trotzdem noch mal mit einem blauen Auge davongekommen.

Lünen

, 12.01.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neben dem Marihuana lag ein Revolver: Drei Jahre Haft für Lüner

Eine geladene Waffe auf dem Tisch wurde einem Lüner Drogendealer zum Verhängnis. (Symbolbild) © Kenny Luo / Unsplash.com

Keine zwei Stunden dauerte es am Freitag, ehe die Richter der 34. Strafkammer des Dortmunder Landgerichts im wahrsten Sinne des Wortes „kurzen Prozess“ gemacht hatten. Der Angeklagte wurde wegen bewaffneten Drogenhandels zu drei Jahren Haft verurteilt. Bis er die Strafe antreten muss, dürften allerdings noch einige Wochen vergehen, die der Lüner dazu nutzen kann, in Freiheit noch wichtige Dinge zu regeln.

Es war eine Wohnungsdurchsuchung, die das Leben des Lüners am 6. August 2018 komplett durcheinanderbrachte. Bis dahin hatte er sich offenbar als Marihuanadealer durchgeschlagen und nicht wenig Geld verdient. Doch urplötzlich war alles aufgeflogen.

Was die Polizei in der Wohnung entdeckte, ließ jedenfalls keinen Zweifel mehr zu. Neben knapp 170 Gramm Marihuana lagen dort rund 4300 Euro in bar, zwei Feinwaagen und eine Liste mit den Namen von Lieferanten und Abnehmern. Und dann war da eben noch der geladene Revolver. Normalerweise steht auf bewaffneten Drogenhandel eine Mindeststrafe von fünf Jahren Haft.

Zusammen mit seinem Verteidiger Matthias Meier schaffte es der Angeklagte jedoch, die Richter davon überzeugen, dass seiner ein sogenannter „minder schwerer Fall“ war. Dabei rechneten die Richter dem Mann vor allem sein umfassendes Geständnis hoch an.

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