Neubaugebiet im Dortmunder Süden: Infoveranstaltung entfällt ersatzlos

hzCorona stoppt Bürgerinfo

Eine Informationsveranstaltung zu einem Neubaugebiet sollte Antworten auf Fragen geben. Doch dieses Event wird nun wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Zurück bleiben ratlose Anwohner.

Menglinghausen

, 27.05.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Obwohl die Bürger-Informationsveranstaltung zur geplanten Bebauung am Hans-Grüning-Weg in Menglinghausen aufgrund der Corona-Pandemie entfällt, werden die Bauarbeiten nicht ruhen. Es wird weiter gehen auf dem grünen Fleckchen, das zwischen den Straßen Helene-Meiser-Weg, Hans-Grüning-Weg und Friedrich-Menze-Weg liegt.

133 Wohnungen sollen auf der Rasenfläche entstehen. Geplant ist die Fertigstellung für Ende 2021. Die Angst vor erhöhtem Verkehrsaufkommen und zugestellten Straßen geht im Wohngebiet drumherum. Mehrfach gab es Anfragen an die Politik für eine Info-Veranstaltung – die ist jetzt abgesagt worden.

Die Einfahrt zur Siedlung in Menglinghausen.

Die Einfahrt zur Siedlung in Menglinghausen. © Jörg Bauerfeld

Für die Bürger gibt es keine Möglichkeit mehr, gemeinsam ihre Sorgen und Ängste kund zu tun. Jetzt müssen sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger selbst über eine Webseite des Stadtplanungs- und Bauordnungsamtes der Stadt Dortmund zu informieren.

Eigentlich war es ein Versprechen

„Wenn die Verwaltung sagt, dass dort gebaut wird, dann ist das so.“
Hans Semmler, Bezirksbürgermeister Hombruch

Hombruchs Bezirksbürgermeister Hans Semmler, der den Bürgern diese Veranstaltung versprochen hatte, ist entsprechend angefressen. „Ich gehe nicht davon aus, dass es wegen der Corona-Pandemie noch eine Informationsveranstaltung gibt “, sagt Semmler.

Der Bezirksbürgermeister geht fest davon aus, dass in Menglinghausen weiter geplant und dann auch gebaut wird. „Es gibt hier einen Rechtsanspruch zu bauen. 20 Jahre und länger hat das auch jeder gewusst, dass dort gebaut werden kann. Wir haben da als politisches Gremium keinen Spielraum“, sagt Semmler. „Wenn die Verwaltung sagt, dass dort gebaut wird, dann ist das so.“

Die geplante Bürgerinformationsveranstaltung sei nicht vorgeschrieben. Das bedeute, dass das Verfahren oder die Erteilung einer Baugenehmigung dadurch nicht gehemmt werde, so Semmler.

Was können die Bürger tun?

Aber was können jetzt die Bürger tun? „Wir werden jetzt versuchen, alle Bürgerinnen und Bürger, die zu dem geplanten Baugebiet Eingaben gemacht haben, zu erreichen“, sagt Semmler. Sie könnten sich dann an das Stadtplanungsamt wenden.

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Natürlich könne jeder Bürger am Ende auch gegen den Bebauungsplan klagen. Auch wenn die Bürgerversammlung stattgefunden hätte, hätte sie vermutlich nichts an den Planungen ändern können.

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