Neubaugebiet in Dortmund: Anwohner warten seit zwei Jahren auf Straßenbelag und Spielplatz

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Drei Versprechen, drei Enttäuschungen: Der Straßenbelag fehlt in einem Dortmunder Neubaugebiet ebenso wie der geplante Spielplatz und die Spazierwege. Jetzt soll Bewegung in die Sache kommen.

Jungferntal-Rahm

, 25.02.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer in eine Neubausiedlung zieht, weiß, dass beim Einzug oft noch nicht alles picobello ist. Nach und nach sollte der unfertige Eindruck jedoch dem Endergebnis Platz machen.

Darauf warten die Anwohner der Niels-Bohr-Straße am Rahmer Wald nun seit fast zwei Jahren. 2014 wurden die Pläne für das Neubaugebiet vorgestellt. Während die Häuser an der Niels-Bohr-Straße bereits seit 2018 fertig sind, herrscht rundherum noch heute das Baustellen-Chaos.

Ein Grund dafür: Am angrenzenden Max-Born-Ring, der auch zum Neubaugebiet gehört, wird immer noch fleißig gewerkelt. Allerdings wurde den Anwohnern der deutlich kleineren Niels-Bohr-Straße bereits 2019 ein schneller Endausbau zugesichert. Passiert ist seitdem nichts.

Straßenreinigung putzt Baustraße

Ursprünglich hieß es, der Endausbau der Niels-Bohr-Straße müsse warten, bis auch am Max-Born-Ring alle Grundstücke verkauft und bebaut sind. Schließlich soll eine frisch ausgebaute Straße nicht wieder von Baumaschinen in Mitleidenschaft gezogen werden.

„Aber unsere Straße ist nur ein Zipfel am Max-Born-Ring – hier müssten keine Baufahrzeuge mehr durch“, erklärt Anwohner Julian Mika. Deshalb kämpfen die Nachbarn der Niels-Bohr-Straße für einen schnellen Endausbau.

Baustraße statt glatte Fahrbahn: An dem Problem hat sich bis heute nichts geändert.

Baustraße statt glatte Fahrbahn: An dem Problem hat sich bis heute nichts geändert. © (A) Stephan Schütze

Denn eine Baustraße entlang der schön angelegten Vorgärten ist auf Dauer nicht nur unschön, sondern auch schädlich. Seit einiger Zeit fährt bereits ein Straßenreinigungs-Fahrzeug über die holprige Baustraße. „Das ist die Ironie an der Sache“, sagt Julian Mika. „Noch nichts fertig, aber schon sauber machen.“

Staub und Dreck von der Baustraße werden aufgewirbelt und landen in den Vorgärten. Arbeiten an Einfahrten müssen teils auf den endgültigen Straßenbelag warten.

Niels-Bohr-Straße soll früher fertig werden

Aufgrund des Einsatzes der Anwohner hätten die Bezirksvertretung Huckarde und der Rat der Stadt Dortmund 2019 beschlossen, den Ausbau dem Wunsch der Anwohner entsprechend vorzuziehen, so Mika. Die Anwohner hoffen nun, dass die Pläne bald umgesetzt werden.

„Es sollte jetzt aber auch langsam möglich sein“, sagt Julian Mika, der sich aktuell wieder im Namen aller Anwohner für die Siedlung stark macht. „Meines Wissens sind neben den Häusern, die gerade noch gebaut werden, inzwischen auch die wenigen noch leeren Grundstücke am Max-Born-Ring verkauft.“

Um die Mauer herum soll es in den Rahmer Wald gehen. Das forderten die Anwohner schon im August 2018.

Um die Mauer herum soll es in den Rahmer Wald gehen. Das forderten die Anwohner schon im August 2018. © (A) Stephan Schütze

Doch es gibt noch mehr Baustellen im Neubaugebiet am Rahmer Wald: den fehlenden Spielplatz und die noch nicht angelegten Spazierwege in den Wald. Auch diese beiden Probleme waren bereits 2018 ein Thema.

„Der Spielplatz muss fertig werden bevor die Kinder zu alt sind“

Viele Familien in der Siedlung haben kleine Kinder, von denen manche jedoch inzwischen langsam aus dem Spielplatz-Alter herauswachsen. „Ich habe das bei anderen Neubaugebieten beobachtet, da wurden die Spielplätze erst Jahre später fertig“, sagt Julian Mika.

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Dabei gebe es schon lange Pläne für den Spielplatz im Neubaugebiet, die gemeinsam mit den Anwohnern ausgearbeitet worden waren. „Der Spielplatz muss fertig werden bevor die Kinder zu alt dafür sind“, fordert Mika.

Bisher gibt es nur Trampelpfade entlang der Mauer.

Bisher gibt es nur Trampelpfade entlang der Mauer. © (A) Stephan Schütze

Ein weiterer frommer Wunsch der Anwohner: Waldwege statt Trampelpfade. Schließlich sind Spazierwege vom Neubaugebiet in den Rahmer Wald Teil des Bebauungsplanes. Bislang fehlt davon jedoch jede Spur. Stattdessen winden sich Trampelpfade zur Mauer, hinter der der Wald beginnt.

Älter Menschen mit Rollator oder Eltern mit Kinderwagen können die Wege jedoch kaum nutzen. „Wir kümmern uns hier umeinander und deshalb wünschen sich auch alle, dass alle alles nutzen können“, sagt Julian Mika.

Eine Anfrage an die Stadt Dortmund, wann die Baustellen im Neubaugebiet angegangen werden, läuft.

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