Polizei findet mutmaßlichen Ausgangspunkt für verheerenden Großbrand

hzGroßbrand in Dorstfeld

Im Dorstfelder Industriegebiet zeugt nur noch ein Gerippe von der Lagerhalle, die Anfang September einem Großbrand zum Opfer fiel. Aus den Brandermittlungen gehen nun neue Erkenntnisse hervor.

Dorstfeld

, 23.09.2020, 15:22 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Lagerhallen-Komplex stand in der Nacht zum 6. September (Sonntag) in Flammen. Anwohner erlebten ein Inferno. Diejenigen, die direkt an der 5000 Quadratmeter großen Halle wohnten, verloren ihr Zuhause.

„Ich dachte, ich muss sterben“, erzählte Halyne Schafer, die durch den Großbrand zunächst obdachlos wurde, kurz nach der Katastrophe im Gespräch mit der Redaktion. In der Lagerhalle Auf dem Brümmer 7 hatte es gegen 3 Uhr angefangen zu brennen. Die Dortmunder Feuerwehr rückte nach der Alarmierung gegen 4 Uhr mit rund 100 Einsatzkräften an.

Brandursachen-Ermittlung läuft

Erst in den frühen Morgenstunden des 7. Septembers war der Einsatz beendet, über 24 Stunden nach der Alarmierung. Polizei-Pressesprecher Gunnar Wortmann teilte schon kurz nach dem Großbrand mit, dass die Polizei von Brandstiftung ausgehe.

„Der Ausgangspunkt des Brandes war nach Einschätzung des Brandsachverständigen eine brennbare, benzinähnliche Flüssigkeit“, sagt Gunnar Wortmann nun gut drei Wochen nach dem Brand auf Anfrage unserer Redaktion.

Ob die Flüssigkeit vorsätzlich ausgegossen und angezündet worden sei, lasse sich jedoch aktuell nicht mit Sicherheit sagen. „Weil es sich um eine Werkstatt handelte, könnte es auch sein, dass die Flüssigkeit ausgelaufen und durch einen Funken von irgendwoher entzündet wurde“, sagt Wortmann. Die Ermittlungen dauern an.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt