Miteinander im Dorf: Familiengruppe bringt die Menschen in Husen zusammen

hzEvangelische Gemeinde Husen

Alleine sein ist blöd, eine funktionierende Dorfgemeinschaft dagegen viel besser. In Husen existiert nun eine Intitiative, die sich für mehr Miteinander einsetzt.

Husen

, 27.02.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Evangelischen Gemeinde Husen bildet sich gerade etwas, das die Gemeinschaft und das Miteinander der Menschen fördern will: eine Familiengruppe, die für die Zukunft einiges vorhat: Wanderungen und Radtouren, Spielenachmittage (Kubb zum Beispiel) oder auch das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern. Pfarrer Rainer Engbert sagt: „Es ist ganz egal, was wir machen, Hauptsache, wir sitzen am Ende alle zusammen um den Grill.“

Einer der Mitinitiatoren ist Hans-Jörg Faber (51), der ursprünglich aus Herne kommt, aber seit neun Jahren mit Frau und Sohn in Husen wohnt: „Wir sind extra in eine etwas ländlichere Gegend gezogen“, sagt er, „weil wir so etwas wie Dorfleben haben wollten.“ Und nun setze er sich eben dafür ein, dass es auch so komme.

Aus Vater-Kind-Wochenende hervorgegangen

Vorgänger der Familiengruppe ist das regelmäßige Vater-Kind-Wochenende, das der evangelische Kindergarten anbietet. Dort habe sich letztlich fast so etwas wie ein Freundeskreis entwickelt. Zum Beispiel erlebten die Kinder dort einen Ausflug zum Thema „Vom Korn zum Brot“. Sie durften mit Dreschflegeln hantieren oder die Spreu vom Weizen trennen. Später wurde das Brot gebacken und gegessen, und alle Beteiligten waren begeistert.

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Auch eine kleine Gitarrengruppe innerhalb der Gemeinde-Männer habe sich rund um Altrocker-Päule zusammengefunden. Doch irgendwann sei dann der Gedanke gekommen: „Warum sollen wir eigentlich nicht auch die Frauen miteinbeziehen?“ Daraus sei die Familiengruppe geworden, die Mitte Februar ihr erstes Treffen mit 13 Teilnehmern gehabt habe und sich nun in der Findungsphase befinde.

Religiöses Liedgut und kirchliche Feiern

Für Pfarrer Rainer Engbert ist auch der religiöse Aspekt wichtig. Es sei doch etwas Schönes, wenn die Kinder das religiöse Liedgut und die kirchlichen Feiern im Jahreskreis kennenlernen. Für ihn sei wichtig, in der Gemeinde etwas anzubieten, was die Mitglieder auch wirklich wollen - so wie eben die Familiengruppe. Oft werde in der Kirche vielleicht der Fehler gemacht, etwas anzubieten, was im Grunde niemand will. „Aber wir wollen hier eben keine toten Pferde reiten.“

Wie sich der Kreis nun weiter entwickle, sei völlig offen. Zunächst müssen sich die bisherigen Teilnehmer zusammenraufen, und wenn alles laufe, sei man sicherlich auch offen für weitere interessierte Familien aus Husen. Und die müssen nicht unbedingt aus der evangelischen Gemeinde kommen, und sie müssen auch keine kleinen Kinder haben. Hans-Jörg Faber: „Mein Nachbar Martin sagt, das sei voll sein Ding, obwohl er nur eine Enkelin in der Gemeinde hat.“ Auch seien bereits jetzt nicht alle Mitglieder evangelisch.

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