Neue Gastronomie auf Phoenix-West weckt Erinnerungen an alte Hoesch-Zeiten

hzNeubau „Phoenix-Werk“

Bis auf die Bergmann-Brauerei ist Phoenix-West gastronomisch bislang Niemandsland. Das wird sich ändern: Der Büroneubau „Phoenix-Werk“ verspricht ein ganz besonderes gastronomisches Konzept.

Dortmund

, 10.03.2020, 06:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist ein geschichtsträchtiger Ort, an dem der Neubaukomplex mit dem Titel „Phoenix-Werk“ entstanden ist. Und das wird gleich mehrfach spürbar. In dem Gebäude eröffnet auch eine hochwertige Gastronomie mit Bezug zur Dortmunder Stahlgeschichte.

Die Backstein-Optik der benachbarten alten Industriehallen auf dem Phoenix-West-Areal prägt auch die Fassade des Neubaus, zieht sich sogar bis in das Gebäude hinein. Immerhin war die Nähe zu den alten Industriehallen und den Hochöfen mit ein Grund für die Standortwahl, erklärt Architekt Christoph Helbich.

Architekturbüro zieht um

Er ist mit dem Büro Scheffler Helbich (SHA) nicht nur für die Planung des „Phoenix-Werks“ verantwortlich, sondern auch einer der Bauherren. Das Büro SHA wird mit 32 Mitarbeitern schon Ende März in das Gebäude einziehen - mit direktem Blick auf die alten Phoenix-Hochöfen.

Dazu kommt als Nachbar und Mitinvestor das Software-Unternehmen Remira, das im Dortmunder Technologiepark gegründet wurde und 2010 nach Bochum umgezogen ist. Weitere Flächen in dem Gebäudekomplex werden vermietet, in der Regel an IT-Dienstleister.

Neben Büros ist in dem Neubau auch Platz für Gastronomie. Ins Erdgeschoss des linken Gebäudeteils wird das Restaurant „Das Hoesch“ einziehen.

Neben Büros ist in dem Neubau auch Platz für Gastronomie. Ins Erdgeschoss des linken Gebäudeteils wird das Restaurant „Das Hoesch“ einziehen. © Hans Blossey

Besucher von Phoenix-West dürften sich aber über etwas ganz anderes freuen. Im Erdgeschoss entsteht Gastronomie. Die erste Fläche ist bereits vergeben: Auch hier werden Erinnerungen an die Geschichte des alten Hüttenwerks wach. „Das Hoesch“, heißt das Restaurant, das hier kulinarische Akzente setzen will. Versprochen wird eine exquisite, aber bezahlbare Küche mit ganz besonderem Ambiente und gutem Service.

Ansonsten lässt sich das Angebot, das Gastronom Ben Blume vorbereitet, nicht in eine Schublade stecken. Man wolle internationale Küche neu interpretieren, erklärt er. Frische saisonale und regionale Produkte stehen dabei im Mittelpunkt.

Vorbild in Unna

Wie das Angebot im „Das Hoesch“ aussehen könnte, verrät ein Blick in die Nachbarstadt Unna, wo Blume bereits seit Juli 2017 die „xclusive.Kitchen“ betreibt. „Das Konzept werden wir mit nach Dortmund nehmen“, kündigt Blume an.

Und die Vorfreude der Dortmunder scheint groß zu sein. „Wir haben jetzt schon viele Gäste aus Dortmund“, berichtet Ben Blume - erst recht, seit sich die Neuansiedlung auf Phoenix-West herumspricht.

Platz auf der Außenterrasse

Ein bisschen Geduld ist noch nötig. Für den 1. Juli ist die Eröffnung von „Das Hoesch“ geplant. 80 Plätze bietet das Restaurant dann, 30 bis 35 das Bistro mit Barbereich. Auf der Außenterrasse, mit der der Phoenix-Platz vor der Warsteiner Music Hall belebt werden soll, ist Platz für bis zu 150 Gäste.

So sieht der „Phoenix-Werk“-Neubau in der Animation aus. Von im Erdgeschoss entsteht „Das Hoesch.Restaurant“.

So sieht der „Phoenix-Werk“-Neubau in der Animation aus. Von im Erdgeschoss entsteht „Das Hoesch.Restaurant“. © SHA

Geboten wird auch ein Mittagstisch - für Christoph Helbich ein entscheidender Faktor bei der Vermietung. Denn die Gastronomie im „Phoenix-Werk“ soll auch die Büro-Mitarbeiter in dem Gebäudekomplex versorgen.

Parkhaus bis Jahresende

Zumal der noch wachsen wird. Bis Ende des Jahres entsteht neben dem Bürogebäude ein eigenes Parkhaus, ein zweiter Bauabschnitt ist geplant. „Der Standort Phoenix-West ist stark im Kommen“, stellt Ben Blume fest. „Und wir wollen ein Teil davon sein.“

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