Neue Kita in zentraler Lage – Investor baut für 105 Kinder

hzKindertagesstätte

Der Stadtbezirk Mengede hat noch einen großen Bedarf an Plätzen in Kindertagesstätten. Der wird in absehbarer Zeit gestillt. Denn in zentraler Lage haben Bauarbeiten begonnen.

Mengede

, 15.02.2020, 08:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Acht Schaufeln, ein Haufen Sand und eine schon fertige Bodenplatte: Hier entsteht eine neue Kindertagesstätte. Der offizielle Spatenstich am Freitag (14.2.) war eher symbolischer Art. Denn schon seit wenigen Wochen bewegen Bagger die Erdmassen und mischen Maschinen den Beton.

Die Firma ProKiga baut an der Molkereistraße eine Kindertageseinrichtung für 105 Kinder in sechs Gruppen. Träger wird die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Dortmund sein. Die Einrichtung liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Mengeder Bahnhof, gebaut in zweiter Reihe. Hinter dem Gebäude, an der Grenze zur ehemaligen Brotfabrik Paech ist ein weitläufiger Außenbereich zum Spielen.

Investor dankt den Nachbarn

Beim symbolischen Spatenstich bedankte sich ProKiga-Geschäftsführer Michael Türk bei den Nachbarn. „Ohne Herrn Klein hätte es nie geklappt.“ Der Name Klein ist mit der Adresse eng verbunden, viele Jahre hatte eine Wäscherei hier ihren Sitz.

„Er stimmte dem Abriss eines Trafohäuschens und der Benutzung der Zufahrt zu.“

Neue Kita in zentraler Lage – Investor baut für 105 Kinder

Die Bodenplatte ist gegossen. Die ersten Mauern wachsen in die Höhe. Anfang nächsten Jahres sollen hier an der Molkereistraße die Kinder betreut werden. © Uwe von Schirp

Die Einfahrt muss während der Bauarbeiten noch verbreitert werden, damit Müllabfuhr und – für den Notfall – Rettungsdienste die Kita anfahren können. Wermutstropfen für die Eltern: Sie werden nicht mit dem Auto auf das Gelände fahren dürfen.

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„Ich weiß, sie hätten gern einen Parkplatz vor der Tür und so groß wie bei einem Discounter“, sagt Investor Türk. „Den gibt es hier nicht.“ Die Einrichtung wird nur die baurechtlich vorgeschriebene Anzahl an Stellplätzen haben – einen Behindertenparkplatz inklusive.

Investor hat bereits zwölf Kindergärten in Dortmund gebaut

Vorbesitzer Heinz Pfau bot sein Grundstück über das Immobiliencenter der Sparkasse zum Kauf an. „Anfangs habe ich gedacht, dass hier ein Altenpflegezentrum hin soll“, sagt er.

Nun aber gerät er über den anderen Nutzungszweck geradezu ins Schwärmen. „Ich habe in meinem ganzen Leben noch keinen Menschen wie Herrn Türk erlebt, der solch ein Projekt mit Hingabe und Fleiß verfolgt.“

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Es ist bereits die 13. Kindertagessstätte, die ProKiga in Dortmund baut, 20 sind es in NRW, 50 sollen es einmal werden. „Wir investieren in die Mitte der Gesellschaft“, sagt Türk. „Kinder sind das Fundament der Gesellschaft.“ Und er investiere gerne in Dortmund. Die Zusammenarbeit mit Bau- und Jugendamt sei gut und schnell.

Einrichtung macht ein inklusives Angebot

„Ich finde es gut, dass etwas an diesem Standort passiert – in einem Quartier, in dem wir eine Unterversorgung haben“, sagt Awo-Geschäftsführer Andreas Gora. „Und hier ist es gar nicht so einfach, einen Bauplatz zu finden.“ Awo-Fachbereichsleiterin Petra Bock erklärt: „Wir sind ein Träger, der vielfältig aufgestellt ist und wollen eine Kita für alle Kinder sein.“ Die Einrichtung sei auch für Eltern interessant, die ein inklusives Angebot suchen. Zudem, verspricht Bock, werde in der Einrichtung frisch gekocht.

Neue Kita in zentraler Lage – Investor baut für 105 Kinder

Zum Schenkebierweg hin entstehen zwei Doppelhäuser. © Uwe von Schirp

Bezirksbürgermeister Wilhelm Tölch ist froh, dass die Eröffnung einer weiteren Kindertagesstätte absehbar bevorsteht: „Ich freue mich auch persönlich, dass wir bei den Kita-Plätzen auf dem aufsteigenden Ast sind.“

Zwei Doppelhäuser entstehen außerdem auf dem Grundstück

Kaum hatten die Teilnehmer des symbolischen Spatenstichs mit einem Glas Sekt angestoßen, setzte sich bereits ein Bagger wieder in Bewegung. Er hob eine weitere Baugrube aus.

Denn auf dem vorderen Teil des Grundstücks errichtet ProKiga auch zwei Doppelhäuser. Die will der Investor verkaufen oder frei vermieten. „Jede der vier Hälften hat eine Wohnfläche von rund 110 Quadratmeter“, erklärt Ahmad Shakib Dadgar. Der Architekt hat die Kindertageseinrichtung nach den Wünschen des Trägers Awo und die beiden Doppelhäuser geplant.

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