Uwe Ketelsen (60) kommt aus dem Ruhrgebiet und leitet die Sinn-Häuser in Minden und nun auch in Dortmund. © Bastian Pietsch
Modegeschäft

Neueröffnung am Westenhellweg: So sieht es im einzigen „Red Store“ von Sinn aus

Das Modehaus Sinn eröffnet mit einem bundesweit einzigartigen Konzept im ehemaligen Kaufhof-Haus. Was den „Red Store“ besonders macht und wie es dort aussieht? Hier gibt es einen Rundgang.

Eines der größten Ladenlokale am Westenhellweg hat einen Nachmieter gefunden. Die Modehaus-Kette Sinn will bald im Erdgeschoss des ehemaligen Kaufhof-Hauses eröffnen. Wann genau, hängt auch vom weiteren Verlauf der Pandemie ab. Das Konzept des „Red Store“ gibt es aktuell in Deutschland so aber nur einmal.

Große Rabatte als Alleinstellungsmerkmal

Dabei ist dieses eigentlich ziemlich simpel: Im Sinn „Red Store“ gibt es immer mindestens 50 Prozent Rabatt auf alle Stücke – ausgehend vom ursprünglichen Ladenpreis.

Geschäftsleiter Uwe Ketelsen (60) erklärt, warum man sich dennoch keine Sorgen machen muss, nur noch Reste aus der vorherigen Saison zu bekommen. Wegen der Pandemie gebe es aktuell große Überbestände, auch bei namhaften Marken. So sind die drei Bereiche des Geschäfts aktuell gut mit Sommerbekleidung bestückt.

Kinderbekleidung gibt es im Sinn „Red Store“ nicht. Ein besonderer Schwerpunkt sei Damen-Oberbekleidung, außerdem gebe es eine große Wäscheabteilung und auch eine Herrenabteilung, erklärt Uwe Ketelsen.

Zu große Ladenfläche für ein normales Sinn-Haus

Wert legt Ketelsen darauf, dass seine Mitarbeitenden wissen, was sie tun. „Das sind alles Modeberater, die können also auch beraten“. Insgesamt 20 Personen arbeiten in dem neuen Geschäft, fünf von ihnen seien vom vorherigen Kaufhof übernommen worden.

Die oberen Etagen des Hauses werden (noch) nicht von Sinn genutzt. Das sei allerdings eine Perspektive, sagt Ketelsen. Generell sei das ehemalige Warenhaus mit rund 2500 Quadratmetern Verkaufsfläche pro Etage allerdings sehr groß. „Das ist zu groß für ein normales Sinn-Haus.“

„Deutlich zu Dortmund bekannt“

Der Mietvertrag für das ehemalige Kaufhof-Haus laufe zunächst bis Ende 2022. Die bisherigen „Red Stores“ des Unternehmens waren temporär. Uwe Ketelsen betont aber: „Wir haben uns schon deutlich zu Dortmund bekannt. Und der Westenhellweg ist eine der zehn besten Einkaufsstraßen in Deutschland.“ Es werde für Sinn auch nach 2022 auf jeden Fall irgendwie in Dortmund weitergehen. Wo und mit welchem Konzept, sei aber noch nicht klar.

Ebenso, wie noch unklar ist, wann das neue Geschäft denn nun tatsächlich öffnen kann. Beim Besuch hängt zwar schon viel Ware auf den Stagen, es wird aber auch erkennbar noch eingeräumt.

Der Zeitpunkt der Öffnung hängt aber von etwas ganz anderem ab, nämlich von der Infektions- und Rechtslage. Wenn diese beiden Faktoren es zulassen, könnte der Sinn „Red Store“ möglicherweise schon am Donnerstag (20.5.) eröffnen. Eine Corona-Schnellteststelle im Geschäft ist bereits eingerichtet und in Betrieb.

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Redaktion Dortmund
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