Nicht jede Tür öffnet sich

Dorstfeld Ganz so sehnsüchtig wie Caspar, Balthasar und Melchior in der Bibelgeschichte werden die drei Sternsinger aus der St. Barbara Gemeinde in Dorstfeld bei ihrem Zug durch die Gemeinde leider nicht erwartet.

07.01.2008, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nicht jede Tür öffnet sich

<p>Mit goldenen Kronen auf dem Kopf zogen die Dorstfelder Sternsinger von Haus zu Haus, auch wenn sie ab und zu vor verschlossenen Türen standen. Schütze</p>

Sarah Naeve (9 Jahre), Cosima Frintrop (8 Jahre) und Hendrik Ilisch (12 Jahre) gehen als Sternsinger durch die Straßen der Dorstfelder Gemeinde. Sie sammeln Spenden für die Aktion "Sternsinger für die eine Welt". Die Aktion der katholischen Jugendverbände unterstützt seit Jahren Kinderhilfsprojekte in benachteiligten Ländern, in diesem Jahr bereits zum 50. Mal.

"Schade, erst drei Leute haben nach unserem Klingeln geöffnet", findet Sarah. Auch Cosima guckt etwas enttäuscht in den Stoffbeutel, in dem die Kinder Süßigkeiten sammeln. Sozusagen als kleine Belohnung für ihre Wanderung durch das kalte Wetter.

Dabei sind die Aufgaben klar verteilt: Sarah übernimmt die Sammeldose für die Spenden, Cosima schreibt den Segensspruch neben die Haustür und Hendrik trägt den goldenen Stern. Eingehüllt in rotem und schwarzem Samt und mit einer goldenen Krone auf dem Kopf ziehen sie los.

Neben einigen verschlossenen Türen gibt es aber auch viele positive Erlebnisse für die drei kleinen Könige. "Ich finde, das ist einfach eine schöne Tradition, ich warte schon immer auf die Kinder und habe Schokolade dafür zu Seite gelegt", erzählt eine der Spenderinnen. Auch am nächsten Haus haben die Sternsinger Glück. Nicht nur die Sammeldose füllt sich, sondern auch der Süßigkeiten- Beutel.

Julia Greiß (14) und Jessica Helleberg (19) begleiten die Sternsinger. Sie springen ein, wenn es Fragen zur Verwendung der Spenden gibt. "Ich war früher selber Sternsinger, ist doch klar, dass ich den Nachwuchs begleite", findet Jessica.

"Na, seid ihr nicht schon heiser vom Singen?", will eine alte Dame an der Haustür wissen. Die drei Sternsinger schütteln energisch mit dem Kopf. Sie ziehen mit ihrem Segensspruch auf den Lippen weiter, schließlich soll die Spendendose noch gefüllt werden und der Süßigkeiten- Beutel sowieso. kawo

Nicht jede Tür öffnet sich

<p>Auch in Kirchlinde waren am Wochenende die kleinen Könige unterwegs. 100 Kinder in 26 Gruppen liefen nach dem Aussendungsgottesdienst am Sonntag durch 26 Bezirke. Am Ende wurden 10 204 Euro gezählt. Außerdem landeten noch 12,44 in DM im Beutel der Sternsinger. Schütze</p>

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