Nicht nur Männer mögen's laut

"Das war einfach da", erinnert sich Motorrad-Freund Ralf Buttgereit. Plötzlich hatte der Oberhausener als Junge nur noch die PS-starken Zweiräder im Kopf.

13.01.2008, 18:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nicht nur Männer mögen's laut

<p>Ralf Buttgereit und die neue KTM 690 Duke. Franz</p>

Da ist der Besuch des Supercross in der Westfalenhalle natürlich ein Pflichttermin. Sowohl als Fan wie auch als Händler. "Seit 25 Jahren bin ich jetzt hier." Und versucht jedes Jahr wieder, den Besuchern etwas Besonderes zu bieten. Zum Beispiel die neue KTM Enduro 690 Duke, die in Dortmund erstmals auf deutschem Boden zu bewundern war und für leuchtende Augen sorgte.

Für das Modell legt der Liebhaber an die 9000 Euro auf den Tisch. "Das ist natürlich nicht wenig für eine Maschine mit nur einem Zylinder", weiß Buttgereit. "Aber Qualität hat eben ihren Preis."

Es sind übrigens nicht nur Jungen von sechs bis 60 Jahren, die beim Anblick der Motorräder ins Schwärmen geraten. Kristina Asmus zum Beispiel warf einen verliebten Blick auf die Honda CBR 1000. "Eigentlich wünsche ich mir ja lieber eine 600er", meint sie. "Aber die hier würde mir auch gefallen."

Früher hat sie sich im Fernsehen ganz gerne Rennen angesehen. "Später bin ich dann mal bei einem Freund hinten mitgefahren." Danach war es um sie geschehen. Schon kurze Zeit später wollte sie nicht mehr nur als Sozius auf dem Bock sitzen und machte ihren Führerschein. Jetzt fehlt nur noch die richtige Maschine.

Wer das Gelände liebt, sich aber auf zwei Rädern unwohl fühlt, wurde zwei Stände weiter bei Kawasaki fündig. Dort präsentierte Axel Witte das 43 PS starke Sport Quad KFX 450. Wer mit dem vierrädrigen Flitzer den Straßenverkehr unsicher machen will, braucht übrigens eine Anhängerkupplung. "Dann gilt er als Ackerschlepper." Sozusagen ein landwirtschaftliches Gerät mit Spaßgarantie nach Feierabend.

An einem anderen Stand bietet Christian Kalabis Spielzeug und DVDs mit den neuesten Shows an. Einst war der Hesse ein Pionier in Sachen Speedway und Motocross. 1971 gründete er die erste Fachzeitschrift, die er 25 Jahre herausgab. Heute freut er sich darüber, in der Westfalenhalle noch nah bei den besten Fahrern dabei zu sein. Ob er denn heute auch noch ab und zu durch das Gelände pflügt? "Nein", meint er und grinst. "Das ist mir zu gefährlich." Johannes Franz

Siehe auch Sport

Nicht nur Männer mögen's laut

<p>Ein wenig skeptisch blickt die Kleine drein. Doch Vater Michael Schwenk ist überzeugt, dass auch beim Töchterchen bald die echte Begeisterung ausbrechen wird. Schließlich gab es in der Westfalenhalle auch zahlreiche weibliche Motocross-Fans. Franz</p>

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