Nokia-Aus: microParts bietet Arbeitsplätze

DORTMUND Die katastrophalen Nachrichte aus der Nachbarstadt Bochum tangieren leider auch Dortmund. Nach Recherchen der Wirtschaftsförderung kommen rund 200 Mitarbeiter, die von der Schließung des Nokia-Werkes betroffen sind, aus unserer Stadt.

von Von Bettina Kiwitt

, 16.01.2008, 19:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nokia-Aus: microParts bietet Arbeitsplätze

In der im Bau befindlichen Zerstäuberfabrik könnten wenigstens einige Nokia-Mitarbeiter einen neuen Arbeitsplatz finden.

"Die kursierenden Zahlen von 400 bis 500 Betroffenen stimmen zum Glück nicht", so Pascal Ledune, Pressesprecher der Wirtschaftsförderung. Nichtsdestotrotz sei die Nokia-Schließung eine katastrophale Nachricht für das Ruhrgebiet. Die Wirtschaftsförderung sehe sich in ihrer Strategie bestätigt, bevorzugt Mittelständler mit Bezug zum Standort für Dortmund zu gewinnen statt großer Konzerne. Da in Dortmund Fachkräftemangel herrsche, sieht Ledune für die Nokia-Mitarbeiter durchaus Chancen auf dem Arbeitsmarkt, "wenn die Qualifikation stimmt".

Boehringer Ingelheim microParts GmbH könnte sich jedenfalls vorstellen, Mitarbeiter von Nokia zu übernehmen. microParts baut zurzeit eine große Zerstäuberfabrik im Dortmunder Technologiepark und sucht dafür bis zu 150 Mitarbeiter. 40 bis 50 wurden dafür bereits im vergangenen Jahr eingestellt, 100 werden noch für dieses und nächstes Jahr gesucht. "Von den Anforderungsprofilen passen die Nokia-Mitarbeiter gut zu uns", so Dr. Stefan Kreuzberger, Leiter PR bei microParts.

Schon bei vergangenen Personalreduzierungen bei dem Handy-Hersteller habe man von dort Beschäftigte übernommen. "Bei Nokia arbeiten technisch ausgebildete Leute, die sich in der Montage auskennen", so der PR-Leiter weiter. Die kleinen Bauteile in einem Handy und einem Inhalator seien durchaus vergleichbar. "Es haben sich auch schon Nokia-Mitarbeiter gemeldet, die sich bei uns bewerben wollen", so Stefan Kreuzberger.

Auch die EMC Test NRW GmbH, die ein Kompetenzzentrum für elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) im Technologiepark betreibt, sucht Mitarbeiter. "Wenn das Profil passt, würden wir auch Nokia-Leute nehmen", so Wolfram Klimars von der Kundenbetreuung.

Lesen Sie jetzt