Obdachloser beleidigt mehrere Personen rassistisch – auch einen 10-Jährigen

Dortmunder Hauptbahnhof

Als ein 10-Jähriger einem Obdachlosen in Dortmund Geld in den Becher werfen wollte, wurde er von diesem rassistisch beleidigt. Die Bundespolizei leitet ein Verfahren wegen Volksverhetzung ein.

Dortmund

, 11.10.2020, 15:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gegen einen 39-jährigen Obdachlosen wird ein Strafverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet, nachdem er mehrere Personen am Dortmunder Hauptbahnhof rassistisch beleidigt hat.

Gegen einen 39-jährigen Obdachlosen wird ein Strafverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet, nachdem er mehrere Personen am Dortmunder Hauptbahnhof rassistisch beleidigt hat. © Archiv

Am Samstagmittag (10.10.) wurde ein 39-jähriger Obdachloser am Dortmunder Hauptbahnhof vorläufig festgenommen. Gegen 12 Uhr wurde die Bundespolizei über verbale Entgleisungen des 39-Jährigen informiert und begab sich daraufhin sofort zum Haupteingang des Hauptbahnhofs, wie es in einer aktuellen Mitteilung heißt.

Nach Angaben von mehreren unabhängigen Zeugen soll der Dortmunder dort Reisende um Geld angebettelt haben. Als ein Unbekannter den Sammelbecher des Mannes mit seinem Fuß umstieß, wollte ein 10-jähriger Junge diesen wieder aufstellen und dem Obdachlosen zudem eine Spende geben.

Mann beleidigt Jungen rassistisch

Daraufhin soll der Mann den Jungen mehrfach rassistisch beleidigt haben. Deshalb schalteten sich die Angehörigen des Jungen aus Bergkamen ein, welche ebenfalls rassistisch beleidigt wurden. Eine unabhängige Zeugin, welche Zivilcourage zeigte und den Mann aufforderte, seine Beleidigungen einzustellen, beleidigte der Dortmunder ebenfalls in rassistischer Art und Weise, teilt die Bundespolizei mit.

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Bundespolizisten nahmen ihn vorläufig fest und brachten den 39-Jährigen zur Wache. Von dort aus wurde der Dortmunder Staatsschutz über den Sachverhalt informiert. Zudem wurde gegen den polizeibekannten 39-Jährigen ein Strafverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet.

Der Tatverdächtige kündigt an, gegen die Bundespolizisten Strafanzeige wegen Freiheitsberaubung und Nötigung bei der Dortmunder Polizei stellen zu wollen. Gegen ihn wurde ein Platzverweis für den Dortmunder Hauptbahnhof ausgesprochen.

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