Weitere Panne bei Briefwahl in Dortmund? Stadt löst Verunsicherung auf

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Einige Wähler vermuten eine weitere Wahlpanne bei den Briefwahlunterlagen zur Stichwahl des Dortmunder Oberbürgermeisters. Nun erklärt die Stadt, was dahinter steckt.

Dortmund

, 23.09.2020, 14:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei den Briefwahlunterlagen zur Stichwahl des Dortmunder Oberbürgermeisters am kommenden Sonntag (27. September) sind erneut Auffälligkeiten vorgekommen. Einige Wähler wunderten sich demnach über möglicherweise unstimmig adressierte Rücksendeumschläge, berichtet Radio 912. Liegt hier eine weitere Wahlpanne vor?

Rücksendeumschläge auf den ersten Blick falsch adressiert

Auf den Rücksendeumschlägen steht die Adresse des Empfängers nicht wie gewohnt unten rechts auf dem Brief, sondern im oberen linken Bereich des Umschlags - dort, wo sich normalerweise die Anschrift des Absenders befindet. Laut Informationen von Radio 912 sorgen sich einige Wähler daher nun darum, ob denn die Unterlagen bis zum Wahltag bei der richtigen Adresse im Briefwahlzentrum ankommen.

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Keine Wahlpanne, sondern beabsichtigtes Vorgehen

Um eine Wahlpanne handele es sich hier nicht, betont die Stadt. Die Beschriftung, die auf den ersten Blick ungewöhnlich scheinen mag, sei beabsichtigt und habe einen eindeutigen Grund. Denn so können die Wahlbezirke schneller und automatisch ausgelesen werden, sodass letztendlich auch die Stimmen schneller ausgezählt sind. Außerdem handele es sich hierbei nicht um ein neuartiges Phänomen, sondern so wurde es ebenfalls bereits bei den vergangenen Briefwahlen am 13. September gehandhabt.

Post vergibt für bestimmte Anlässe Aktionspostleitzahlen

Darüber hinaus wunderten sich einige Wähler über die besondere Postleitzahl, die ebenfalls auf den ersten Blick ungewöhnlich schien. Doch auch hierfür ist die Erklärung einfach, erklärt die Stadt: Großkunden der Post können für bestimmte Anlässe sogenannte Aktionspostleitzahlen beantragen. So liegt auch der Kommune zum Anlass der Oberbürgermeisterwahl eine Aktionspostleitzahl vor.

Stadtsprecher Maximilian Löchter erklärt, dass dies ebenfalls keine neue Vorgehensweise der Stadt ist: „Das gibt es schon seit ungefähr zehn Jahren. Die Briefumschläge sind nicht falsch bedruckt, eine Wahlpanne gibt es dementsprechend auch nicht.“

Stadt ist bemüht, Wahlpannen zu vermeiden

Vorherige Wahlpannen hat es jedoch tatsächlich gegeben. Rund 105.000 Wahlberechtigte hatten für die anstehende Stichwahl zwischen den Oberbürgermeisterkandidaten Thomas Westphal (SPD) und Dr. Andreas Hollstein (CDU) Unterlagen zur Briefwahl beantragt. Ursprünglich sollten alle Briefwahlunterlagen bis zum vergangenen Samstag (19. September) in den Briefkästen der Wähler angekommen sein, dies verzögerte sich jedoch in vielen Fällen um mehrere Tage. Verantwortlich dafür sei jedoch nicht die Stadt, sondern der externe Dienstleister, der für den Druck und Versand der Wahlunterlagen zuständig ist.

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