Öffentliche Bienenkästen: Warum Marcel Kogej die Menschen von den Bienen begeistern will

hzImkerei in Brackel

Marcel Kogej ist Imker mit Leib und Seele. Mit einem öffentlichen Bienenkasten möchte er den Menschen seine Leidenschaft näherbringen und zeigen, warum Bienen für ihn so besonders sind.

Brackel

, 06.08.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Marcel Kogej hat immer gerne Fußball gespielt. „Aber dafür bin ich mittlerweile einfach zu alt“, sagt der 43-Jährige. Also musste ein anderes Hobby her - und das hat er in der Imkerei gefunden. Aber damit nicht genug: Jetzt will er seine Leidenschaft auch an andere weitergeben.

Ein Bienenkasten steht noch

Zu Beginn des Sommers hat Marcel Kogej gleich zwei öffentliche Bienenkästen aufgestellt. Während der Schaukasten auf dem Tierfriedhof wegen Problemen mit dem Bienenvolk bereits wieder abgebaut werden musste, ist der zweite in der Kleingartenanlage Hansmann direkt hinter dem Knappschaftskrankenhaus noch bis Ende August zugänglich. 1.000 Bienen können die Besucher dort beobachten. „Ich freue mich über jeden, der mal gucken kommen möchte“, sagt Marcel Kogej.

Wenn jemand fragt, erzählt Marcel Kogej ihm gerne alles über die schwarz-gelben Brummer. Er ist fasziniert von den kleinen Tieren: „Man kann so viel sehen, wie sich diese kleinen Völker organisieren, wie besonders die Bienenkönigin ist oder wie sie sich gegenseitig mit dem Schwänzeltanz die nächsten Pollen zeigen. Das ist super spannend.“

Er kennt alle Fakten

Der Hobby-Imker kennt einfach alle Fakten und kann auch für die kleinen Kinder erklären, wer die Bienenkönigin ist und warum zu dieser Jahreszeit fast nur noch Weibchen im Bienenkasten leben. Seit gut vier Jahren ist der Kurler ein echter Experte, seit zwei Jahren betreibt er die Imkerei intensiv. „Ich habe mir ganz viel dazu angelesen und auch bei Youtube geschaut“, berichtet er von seinen Anfängen.

Schon in den vergangenen Wochen waren viele neugierige Besucher vor Ort. Besonders vom nahegelegenen Knappschaftskrankenhaus kämen immer wieder Menschen vorbei, so der Hobby-Imker. „Für die ist das natürlich etwas Besonderes, wenn sie auf der täglichen Spaziergangsrunde mal etwas anderes sehen.“

„Achtung Bienen!“

Ohne Beaufsichtigung kommt aber niemand so einfach an seinen Bienenkasten. Dicke Zahlenschlösser sorgen dafür, dass die Neugierigen höchstens von dem Schild „Achtung Bienen“ angelockt werden. „Jeder kann gucken kommen und es gibt hier mehrere Menschen, die die Zahlenkombination besitzen. Aber ich möchte nicht, dass der Kasten hier einfach unbewacht offen rumsteht.“

Mittlerweile ist Marcel Kogej auch im Kurler Imkerverein aktiv. Und der ist in den vergangenen Jahren extrem gewachsen: „Wir waren vor zwei Jahren noch 40, jetzt sind wir 80 Mitglieder. Es interessieren sich also immer mehr Menschen für die Imkerei.“ Ebenso wie seine Kollegen ist er Feuer und Flamme für die Imkerei. Mit seinen Bienenkästen will er davon nun ein bisschen was abgeben: „Ich würde mich einfach freuen, wenn die Menschen sich auch ein bisschen für die Bienen begeistern können.“

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