Ohne Bart, aber weiterhin mit viel Arbeit

03.01.2008, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Zeit, Bilanz zu ziehen, auch ganz persönlich. Wir stellen in einer Serie zum Jahreswechsel Dortmunder vor, die in den vergangenen zwölf Monaten Außergewöhnliches erlebt haben - wie Ex-Stadtdirektor Klaus Fehlemann.

Der Bart ist ab. Das ist die auffallendste Veränderung, die Klaus Fehlemann als Ruheständler durchgemacht hat. Am 1. Februar nahm er als Stadtdirektor seinen Hut. Doch ganz aus dem politischen Geschäft hat er sich damit trotzdem nicht verabschiedet. "Ich halte mich an Cicero, der gesagt hat: 'Vor nichts muss das Alter mehr hüten, als sich der Lässigkeit und Untätigkeit zu ergeben", erklärt Fehlemann mit einem Augenzwinkern.

Reichlich Arbeit beschert zum Beispiel die Geschäftsführung der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, die für rund 250 Interessierte im Land Veranstaltungen organisiert, aber auch Stellungnahmen zu Gesetzesvorhaben abgibt oder Wettbewerbe ausschreibt. "Die Landesgeschäftsstelle ist bei mir zuhause eingerichtet", berichtet Fehlemann.

Für die Stadt ist er weiterhin Vertreter im Regionalrat und dort Vorsitzender der Verkehrskommission sowie im Bauausschuss des Deutschen Städtetages. "Landesentwicklung und Regionalplanung sind gewissermaßen mein Hobby", erklärt der 65-Jährige. Und dann gibt es da noch den monatlichen Wanderkreis der Behördenleiter und die Studiengesellschaft für unterirdisches Bauen, in der Fehlemann Ehrenvorstandsmitglied ist.

Ende vergangenen Jahres übernahm der Ex-Stadtdirektor außerdem den Vorsitz des Kulturpolitischen Arbeitskreises des CDU-Kreisverbandes - und wurde Mitglied im Verein "Pro Airport". Als bislang letzter christdemokratischer Dezernent steht er natürlich auch der CDU-Fraktionsgeschäftsführung im Rathaus weiterhin mit Rat zur Seite - wenn gewünscht. "Ich habe nur 20 Prozent meiner Arbeit, brauche dafür aber 100 Prozent meiner Zeit", stellt der 65-Jährige fest.

Kontakt zu den ehemaligen Dezernenten-Kollegen gibt es dagegen kaum noch. "Der", merkt Fehlemann mit dem ihm eigenen Humor an, "bewegt sich in der Regel im Höflichkeitsbereich der Tageszeiten." Oli

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