Ohne Maske im Supermarkt: Mutmaßlicher Reichsbürger wird aggressiv

Polizeieinsatz

Er wollte seine Maske nicht tragen und wurde aggressiv: Ein mutmaßlicher Reichsbürger hat mit einem Einkaufswagen einen Supermarkt-Mitarbeiter angefahren. Dann legte er sich mit der Polizei an.

Dortmund

12.08.2020, 12:28 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Supermarkt-Kunde hat am Dienstag (11.8.) gegen 22 Uhr in der Bornstraße einen Polizeieinsatz ausgelöst. Erst wollte er keine Maske tragen, dann rammte er einen Supermarkt-Mitarbeiter mit einem Einkaufswagen. Das berichtet die Polizei am Mittwoch.

Beim Eintreffen der Polizisten am Laden hätten bereits zahlreiche Kunden das Geschehen beobachtet – im Mittelpunkt sei ein 44-Jähriger ohne Maske gewesen, der die Situation filmte. Er behauptete, keine Maske tragen zu müssen, konnte aber keine ärztliche Bescheinigung vorlegen, heißt es. Zudem habe er Paragraphen aufgelistet, die nicht mit den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland übereinstimmten.

Mann ein Reichsbürger?

Laut Polizei gäbe es Hinweise, dass der Mann dem Reichsbürger-Milieu zuzuordnen ist – der Staatsschutz überprüfe zudem Kontakte zur rechtsextremen Szene. Die Polizisten führten den aggressiven 44-Jährigen aus dem Supermarkt – er verletzte zwei Polizisten, die später in einem Krankenhaus behandelt werden mussten und ihren Dienst nicht mehr fortsetzen konnten, heißt es.

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Mit Hilfe weiterer Einsatzkräfte sei der Mann schließlich überwältigt und gefesselt worden. Auch im Polizeiwagen habe er weiter versucht, einen Polizisten anzugreifen. Weil keine besonderen Haftgründe vorgelegen hätten, sei der Mann am Mittwochvormittag wieder aus dem Gewahrsam entlassen worden. Der Staatsschutz ermittle nun wegen mehrerer Vergehen.

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