Oliver Welke hat im Schulstreit Partei für das Vorhaben der Stadt Dortmund ergriffen. © dpa/ZDF
Schulstreit im ZDF

Oliver Welke springt Dortmunds OB Westphal in der „Heute-Show“ zur Seite

Der Streit um die mögliche Schließung von Schulen und Kitas in Dortmund schallt weit über die Stadtgrenze hinaus. Dortmunds OB Westphal bekam jetzt Unterstützung eines bekannten Moderators.

Der Vorstoß der Stadt Dortmund, Schulen und Kitas vorzeitig schließen zu wollen, hat in den vergangenen Tagen deutschlandweit große Wellen geschlagen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hatte Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal im Landtag am Freitag scharf kritisiert, später folgte dann die Ablehnung des Schließungs-Antrags seitens des Landes.

In der “Heute-Show” vom Freitag (19.3.), in der im ZDF wöchentlich diverse aktuelle Themen einer satirischen und gleichzeitig kritischen Würdigung unterzogen werden, durfte die Schul-Posse nicht fehlen. Dabei gab es Unterstützung für Westphal von Moderator Oliver Welke.

Dortmund lehnt sich auf

Als es um die mögliche dritte Corona-Welle ging, wies dieser zunächst darauf hin, dass die Zahl der Neuinfektionen bei Schul- und Kitakindern sprunghaft gestiegen sei. „Trotzdem musste NRW unbedingt zwei Wochen vor den Osterferien die Schulen aufmachen.“ Einige Kommunen hätten sich daraufhin aufgelehnt, darunter auch Dortmund, seien aber zurückgepfiffen worden.

„Kann ja nicht sein, dass hier jeder Bürgermeister oder Schulleiter selber nachdenkt, wo kommen wir dahin?“, fragte Moderator Welke mit ironischem Unterton dazu. Dann führt er weiter aus: „Wenn man Schulen schon mitten in der dritten Welle öffnet, dann muss man das mit flächendeckendem Testen für Lehrer und Schüler begleiten.“

Dann wurde ein Beitrag aus Bergisch Gladbach eingeblendet: Darin wurde gezeigt, wie in einer Schule Selbsttests durchgeführt wurden. Diese kamen von der Feuerwehr, denn: Die zuständige Behörde habe nicht rechtzeitig liefern können.

Oliver Welke wütete: „Und wenn dann der Oberbürgermeister von Dortmund sagt, ich kann das so nicht verantworten, schreibt ihm sein Landesvater folgendes ins Poesiealbum.“ Ein Beitrag von Armin Laschet aus der ARD vom Dienstag (16.3.) wurde eingeblendet.

Laschet lästert über Westphal

Darin sagte der Ministerpräsident: „Der hat einen Inzidenzwert von 72 und dem fällt in diesem Moment nichts anderes ein als die Schulen zu schließen. Ich finde nicht, dass das gut ist, wenn das jeder so macht, wie er gerade Lust hat und wie er selbst die Prioritäten zu Lasten der Kinder hier setzt.“

Über diese Aussage machte sich Welke dann in seiner Show her. „Denkt doch einer an die Kinder. Ey Laschet, in deinem Bundesland müssen Schüler bei der Feuerwehr Tests schnorren, und du beschimpfst den Bürgermeister von Dortmund? Gibt’s doch nicht“, schimpfte er, und sprang Thomas Westphal damit zur Seite.

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Freier Mitarbeiter
1995er Jahrgang, in Bochum geboren. Seit 2016 bei den Ruhr Nachrichten. Von da an verschiedene Abteilungen durchlaufen. Mittlerweile überwiegend in der Dortmunder Lokalredaktion aktiv.
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