„Opposition ist Mist“: Grüne trotz hoher Gewinne nicht in Verantwortung

hzPolitik in Dortmund

Die SPD und die Grünen lagen bei der Kommunalwahl auf Augenhöhe. Am Ende war es in Aplerbeck ein hauchdünner Vorsprung der Sozialdemokraten. Trotzdem sind die Grünen keine Gewinner.

Aplerbeck

, 07.11.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die SPD und die CDU werden in Aplerbeck gemeinsame Sache machen. Zumindest, was die Benennung des Bezirksbürgermeisters und die Aufstellung des Haushaltes angeht – das ließen die beiden Parteien schon durchblicken.

„Wir müssen also feststellen, dass sich die beiden großen Verlierer der Kommunalwahl in Aplerbeck trotz hoher Verluste wieder zusammentun“, sagt die neue Fraktionssprecherin der Grünen in der Bezirksvertretung Aplerbeck, Ursula Hertel. Der Wähler habe ja klar gezeigt, wo der Weg hingehen soll.

Überraschend auch, dass Grüne und SPD trotz zahlreicher Gemeinsamkeiten im Wahlprogramm nicht zusammengefunden haben. Aus Sicht der Grünen habe sich die SPD für den „bequemeren Partner“ entschieden.

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„Opposition ist Mist“, so machte Barbara Blotenberg mit dem berühmten Müntefering-Zitat die Situation deutlich.

Zum ersten Mal fünf Sitze in der Bezirksvertretung

Aber Bangemachen gilt nicht für die Aplerbecker Grünen. Denn die Fraktion war noch nie so stark besetzt wie jetzt. Fünf Sitze konnte man ergattern – und die wurden teilweise mit „neuen Gesichtern“ besetzt.

Neben Ursula Hertelt sind das Thomas Kupke und Monika Stöcker-Haag.

Nichtsdestotrotz will man versuchen, so viel wie möglich von den eigenen Ideen durchzusetzen. Oder wie Ursula Hertelt formuliert: „Die erfolgreiche Politik der Veränderung zum Wohle der Menschen in Aplerbeck auch in der Opposition und mit neuer Stärke fortzuführen.“

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