Parken am Airport: Günstig geht – wenn man weiß wie

hzDauerparker

Der Dortmunder Flughafen hat in 2019 den eigenen Passagierrekord gebrochen. Trotz steigender Fluggastzahlen hat der Airport am Boden für eine Klientel weiterhin genügend Platz.

Holzwickede

, 08.01.2020, 17:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rund 5000 eigene Stellplätze, um vor dem Flug in den Urlaub oder der Geschäftsreise das Auto zu parken, bietet der Dortmunder Flughafen. Je nach Parkdauer, Buchungszeitraum und Nähe des Parkdecks zum Terminal schwanken die Preise mitunter erheblich.

Wer direkt am Terminal für zwei Wochen mit wenigen Tagen Vorlauf parken will, zahlt je nach Tageszeit zwischen 90 und 100 Euro. Das am weitesten entfernte Parkdeck P6 in 1500 Meter Entfernung zum Terminal liegt preislich wiederum zwischen 39 und 49 Euro. Die Strecke vom Parkplatz zum Terminal lässt sich per Shuttlebus überbrücken, kostet aber zwei Euro pro Fahrt.

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Preislich führt an der Online-Buchung kein Weg vorbei

Wer günstig parken will, muss mindestens zwei Monate im Voraus buchen. Dann kosten zwei Wochen auf dem Parkdeck P6 wiederum 19 Euro. „Dieser Tarif wurde für Langzeitparker geschnürt, um eine Alternative zum vollpreisigen Schrankentarif und zum Wildparken zu bieten“, sagt Airport-Sprecherin Davina Ungruhe. Je näher man am Terminal parkt, desto höher liegen die Preise. Auch wer erst an der Schranke zahlt, zahlt mehr.

Grundsätzlich bewege man sich im Vergleich mit anderen Flughäfen preislich im unteren Mittelfeld. Preise senken oder kostenfreie Plätze anbieten – das sei aus wirtschaftlichen Gründen nicht denkbar.

Knapp 27,77 Millionen Euro hat der Airport in 2018 eingenommen – 5,74 Millionen stammen aus Parkerlösen. Bei Ausgaben über 43,15 Millionen Euro und einem Minus von rund 14 Millionen Euro in der Bilanz ist das aus Airport-Sicht nachvollziehbar.

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Laut Ungruhe würden günstige oder gar kostenfreie Stellplätze zudem Bus und Bahn schwächen. „Die ÖPNV-Anbindungen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Wir unterstützen die Entwicklung ausdrücklich, auch dadurch, dass zwei Buslinien eigenwirtschaftlich vom Airport betrieben werden.“

Sie könne den Unmut der Anwohner verstehen und aus wirtschaftlicher Sicht dürfte auch der Airport ein Interesse haben, mehr Autos auf seine Parkdecks zu bekommen – der Platz ist da. „Theoretisch könnten wir sogar Erweiterungsflächen auf dem Betriebsgelände aktivieren, um die vorhandenen Kapazitäten bedarfsgerecht zu erhöhen“, sagt Ungruhe.

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