Parken am Froschloch: Das soll sich in Zukunft ändern

hzNaturfreibad

Sobald es heiß wird, wird es voll am Nautrfreibad Froschloch in Dortmund. Die Politik wollte mehr Parkplätze. Jetzt ist eine Entscheidung gefallen.

Hombruch

, 29.10.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Sommer 2019 hatte das Froschloch zwei Wochen lang keine Probleme mit zu wenigen Parkplätzen. Das lag daran, dass das Naturfreibad in dieser Zeit geschlossen war – zwei Pumpen waren defekt.

Davor und danach war es wie immer voll, die Besucherzahlen waren zufriedenstellend, wie der Froschloch-Betreiber im September erklärt hatte. Doch viele Besucher sorgen auch für viele Autos.

Nicht nur auf dem Froschloch-Parkplatz, sondern auch im umliegenden Wohngebiet. Daran wird sich in Zukunft wohl auch nichts ändern. Denn mehr Parkplätze wird es nicht geben.

Die CDU wollte mehr Parkplätze am Froschloch

Das geht aus einem Schreiben von Dortmunds Planungsdezernent Ludger Wilde an die Bezirksvertretung (BV) Hombruch hervor. Der Brief ist die Antwort auf eine CDU-Anfrage der BV aus dem März 2019.

Damals beschlossen die Lokalpolitiker trotz Gegenstimmen von Grünen, SPD und Linke, dass die Verwaltung prüfen solle, ob eine Erweiterung der Parkplätze am Froschloch möglich sei.

Jetzt lesen

Der Zulauf zum Naturfreibad Froschloch sei in den vergangenen Jahren derart groß gewesen, „dass auch in den anliegenden Straßen alle Parkflächen belegt waren und zum Teil auch Einfahrten zugeparkt wurden. Hier muss dringend für Abhilfe gesorgt werden“, hieß es in dem Antrag.

Rein formal gibt es schon mehr als genug Parkplätze

Für wenige heiße Tage im Jahr könne ihre Fraktion einer Versiegelung von Flächen nicht zustimmen, sagte Grünen-Fraktionssprecherin Susanne Lohse damals. Zudem sei das Naturfreibad Froschloch gut an den ÖPNV angebunden. Mit den Stimmen der CDU ging der Antrag aber durch. Nun ist die Antwort da.

Parken am Froschloch: Das soll sich in Zukunft ändern

So leer ist das Naturfreibad Froschloch nur, wenn es geschlossen hat. © Sarah Rauch (Archiv)

Derzeit stünden den Froschloch-Besuchern 307 Pkw-Parkplätze und 192 Fahrradstellplätze zur Verfügung, schreibt Ludger Wilde.

Gemäß der Dortmunder Vorschriften müsse eine Einrichtung wie das Naturfreibad 100 Pkw- und 125 Fahrrad-Stellplätze zur Verfügung stellen.

Ein neuer Parkplatz wäre ein „erheblicher Eingriff“

„Demnach werden die formalen Anforderungen an die Anzahl der Pkw-Stellplätze deutlich übererfüllt“, schreibt Wilde.

Außerdem weist der Betreiber des Froschlochs, die Sportwelt Dortmund, auf einen wesentlichen Punkt hin: die Kosten. Soll ein Parkplatz neu entstehen, muss er hergerichtet, gepflegt und versichert werden.

Jetzt lesen

Die Verwaltung liefert eine Beispielrechnung. „Die Prüfung hat ergeben, dass es nicht ausreicht, einfach eine vorgehaltene Wiesenfläche zu nutzen“, heißt es.

Für einen neuen Parkplatz sei eine Schotterrasenfläche mit einem Unterbau von 40 Zentimetern nötig. „Dies wäre jedoch allein schon aus Sicht des Bodenschutzes ein erheblicher Eingriff, der kaum ausgleichbar ist.“

80 neue Parkplätze würden 120.000 Euro kosten

Für 80 Pkw-Plätze wäre eine Fläche von 60 mal 40 Metern nötig. Alleine die Herrichtungskosten würden mit 120.000 Euro zu Buche schlagen.

Außerdem weist die Sportwelt auf einen weiteren wichtigen Punkt hin: Die Anzahl der Tage, an denen es zu starken Beeinträchtigungen durch Autoverkehr kommt, sei überschaubar.

Jetzt lesen

Gleichzeitig erklärt das Ordnungsamt, dass sich Betroffene immer öfter darüber beklagten, dass ihre Grundstückseinfahrten zugeparkt würden. „In der Regel ahndet die Verkehrsüberwachung einen derartigen Verstoß mit einem Verwarnungsgeld“, so Wilde.

Das Ergebnis sieht eine einfache Lösung vor

Doch wenn kreuz und quer geparkt wird, Rettungswege und Einfahrten nicht mehr passierbar sind, kann die Verwaltung einen Schritt weitergehen.

Wenn es zu schwerwiegenden Beeinträchtigungen kommt, „ist das Erteilen einer Verwarnung wenig hilfreich“, schreibt Wilde. Deswegen werde im Einzelfall über Abschleppen nachgedacht.

Das Ergebnis der Ausführungen: Die Verwaltung empfiehlt, die Anzahl an Fahrradstellplätzen zu erhöhen. „Ziel müsste es sein, einen Teil des Kfz-Verkehrs auf den Radverkehr umzulenken.“

Politik

Nächste Sitzung der BV Hombruch steht bevor

  • Das Schreiben zu den Parkplätzen am Froschloch wird Thema bei der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Hombruch sein.
  • Sie findet am Dienstag (5. November) in der Bezirksverwaltungsstelle, Domänenstraße 1, ab 14.30 Uhr statt und ist wie immer öffentlich.
Lesen Sie jetzt