Massive Parkplatznot am Fußballplatz: Dieter Pohl platzt der Kragen

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Bereits vor eineinhalb Jahren gab es ein Konzept, das die Parkplatznot rund um den Fußballplatz im Dortmunder Westen eindämmen sollte. Passiert ist seitdem nichts. Und das sorgt nun für Ärger.

Lütgendortmund

, 23.09.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Einzäunung des Parkplatzes samt Schranke sowie die Pflasterung der angrenzenden Schotterfläche und des Grünstreifens, um beides als zusätzlichen Parkraum zu nutzen – das sind die Lösungsvorschläge, die bereits seit Anfang 2019 im Raum stehen.

„Die dazugehörige Ortsbegehung ist jetzt eineinhalb Jahre her“, ärgerte sich Dieter Pohl in der September-Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Lütgendortmund (22.9.). „Das Konzept stand, passiert ist seitdem aber rein gar nichts.“

Der Vorsitzende der Sportgemeinschaft (SG) Lütgendortmund kämpft schon lange für eine ordentliche Ausweisung des SG-Parkplatzes an der Idastraße. Denn der Platz, der eigentlich nur für Vereinsmitglieder gedacht ist, wird fast täglich zugeparkt. Und das meist von Anwohnern oder anderen „Auswärtigen“.

Keine Handhabe gegen Falschparker

Dabei habe er keine Handhabe gegen die Falschparker. „Es gibt bei uns kein Schild, keine Kennzeichnung, keinen Zaun, nichts“, wetterte Dieter Pohl in der BV-Sitzung. „Ich brauche aber etwas Handfestes, um die Falschparker abzuweisen.“

Für die Vereinsmitglieder sei die Parkplatznot mehr als ärgerlich.

Mit ihren 13 aktiven Jugendmannschaften sei gerade an Wochenenden einiges los. Doch an Spieltagen fehlen meist Stellplätze für eigene Spieler, Gastmannschaften und Schiedsrichter. Der Grund: Viele Plätze sind bereits belegt und das teilweise tagelang.

Die SG Lütgendortmund möchte den Parkplatz exklusiv für ihre Mitglieder anbieten.

Die SG Lütgendortmund möchte den Parkplatz exklusiv für ihre Mitglieder anbieten. © Archiv

„Wir bräuchten hier mittlerweile ein Shuttle“, sagte Dieter Pohl Anfang 2019 mit Galgenhumor im Hinblick auf weit vom Fußballplatz entfernte Parkmöglichkeiten. Trotz allen Ärgers ignorieren die Fremd-Parker weiterhin, dass der Vereins-Parkplatz eigentlich nicht für sie gedacht ist.

Dabei wäre der SG-Vorsitzende sogar kompromissbereit, würde den Parkplatz freiwillig selbst bei einer Beschrankung an Nicht-Spieltagen für Anwohner freigeben. Dass sich dennoch nichts von offizieller Seite tut, ist ihm ein Dorn im Auge.

Findlinge sollen vorläufige Lösung sein

In der BV-Sitzung platzte ihm deshalb der Kragen. „Das ist ein ganz trauriges Bild, das die BV und auch die Sport- und Freizeitbetriebe da abgeben“, sagte Dieter Pohl am Dienstag. Dabei hatte Dirk Reil von den Sport- und Freizeitbetrieben gute Nachrichten für die SG im Gepäck.

„In den kommenden zwei Wochen werden zwei extra für die SG hergestellte Schilder aufgestellt, die darauf hinweisen, dass es sich um einen Privatparkplatz des Vereins handelt“, erklärte Dirk Reil. Hinzu kommen ab Oktober die geplante Schranke und Findlinge, die den Parkplatz optisch abgrenzen sollen.

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Das sei jedoch nur eine vorläufige Lösung, wie der Vertreter der Sport- und Freizeitbetriebe erklärte. Es gebe bereits einen Planungsauftrag beim Grünflächenamt, der 2021 realisiert werden soll.

Dazu gehören nicht nur der gewünschte Zaun, sondern auch die Pflasterung der zusätzlichen Flächen und eine optimale Stellplatz-Markierung, um möglichst viele Autos auf dem Parkplatz der SG Lütgendortmund unterzubringen.

Weitere Parkplätze sind ungewiss

„Ich kann den Unmut verstehen“, sagte Dirk Reil. „Aber jetzt tut sich etwas und es gibt einen Zeitplan.“ Dieter Pohl zeigte sich daraufhin zufrieden und hofft, dass alle Pläne wie angedacht realisiert werden.

Unklar bleibt indes, ob zusätzliche Stellplätze auf dem besonders breiten Gehweg im Bereich der Idastraße 28 bis 46 geschaffen werden können. Dort waren Parkboxen angedacht, die den Parkdruck auch für Anwohner lösen sollten.

„Wir brauchen doch eigentlich nur ein Schild, das dort das Parken erlaubt, ohne dass alle gleich Knöllchen bekommen“, sagte Bezirksbürgermeister Heiko Brankamp (SPD). Ob das so einfach möglich ist, muss noch geprüft werden.

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