Parkplatz-Situation im Wulfgraben wird sich vorerst nicht ändern

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Stellplätze in der Straße Wulfgraben können Kindern den Weg zu Schule und Kita gefährlicher machen. So bald wird sich daran nichts ändern. Es gibt nur einen kleinen Hoffnungsschimmer.

von Tobias Weskamp

Deusen

, 18.09.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anwohner der Straßen Wulfgraben, Deuser Wiesen und Kreyenbachweg haben sich für ihre Siedlung weitere Stellplätze gewünscht - diese wurden im Wulfgraben allerdings an einer Stelle eingerichtet, die für Kinder gefährlich werden kann, da diese von Autofahrern übersehen werden könnten. Zudem seien Autos in der Spielstraße oft zu schnell unterwegs. Die Anwohner haben bereits einen Antrag, die Stellplätze zu verlegen, an die Bezirksvertretung Huckarde gestellt. Nun hat sich das Tiefbauamt zu dem Fall geäußert.

Ein Ortstermin ist bisher nicht geplant

Wie das Tiefbauamt schreibt, habe die Bezirksvertretung (BV) Huckarde in ihrer Sitzung am 15. Mai die Verwaltung aufgefordert, die Parkbuchten zu entfernen und gründlich zu prüfen, wo sie stattdessen angelegt werden könnten. Die Stellungnahme des Dezernates sei der BV inzwischen zugestellt worden und werde gemäß Tagesordnung in der öffentlichen Sitzung am 18. September (Mittwoch) diskutiert. Eine Einladung zu einem Ortstermin gebe es bisher nicht, die BV-Sitzung sei abzuwarten.

Bereits im September 2006 gab es erste Planungen, die aber nicht realisiert wurden, wie das Tiefbauamt erklärt. Ein weiterer Anwohnerantrag im vergangenen Jahr rief Ordnungsamt und Tiefbauamt erneut auf den Plan. Das Konzept wurde daraufhin ohne Beteiligung der Anwohner überarbeitet.

Für die nun errichteten zwei Stellplätze gäbe es keine Alternativen. Andere Stellen stünden durch Grundstückszufahrten nicht zur Verfügung oder würden beispielsweise Müllwagen behindern. Die Anwohner können demnach nicht auf eine schnelle Lösung hoffen.

Verkehrsberuhigung ist kaum umzusetzen

Ein weiteres Problem ist, dass laut Anwohnern viele Autofahrer zu schnell an der Stelle vorbeifahren und sich nicht an die vorgegebene Schrittgeschwindigkeit halten. Daher gibt es den Wunsch, dass der Verkehr an der Stelle noch durch Huckel, eine Baumscheibe oder ein Geschwindigkeitsdisplay gebremst wird. Das Problem: Wie das Tiefbauamt erklärt, können Bauelemente, die die Geschwindigkeit nachhaltig reduzieren, Nachteile für die Nachbarschaft haben, etwa durch Lärm oder Erschütterungen. Daher gibt es dies nur in unmittelbarer Nähe von Einrichtungen wie Grundschulen oder Kitas.

Die einzige Möglichkeit, die die Situation entschärfen könnte, sind wohl Geschwindigkeitsdisplays, die durch Anzeige der Geschwindigkeit die Autofahrer zu langsamerem Fahren animieren sollen. Diese wurden stadtweit im Rahmen eines abgeschlossenen Maßnahmenprogramms eingesetzt. Diese im Wulfgraben anzubringen, könne nur nach einem Gremienbeschluss und nach Prüfung durch die Fachverwaltung erfolgen, so das Tiefbauamt abschließend.

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