Pendler müssen leiden

Bauarbeiten bei der Bahn

DORTMUND Für Zehntausende Pendler zwischen Dortmund und dem westlichen Ruhrgebiet wird die zweiten Julihälfte zur Geduldsprobe. Grund: Die Sperrung der Autobahn A 40 in Essen überschneidet sich mit Gleisbauarbeiten der Bahn. Züge werden seltener eingesetzt.

von Von Kathrin Strehle

, 07.07.2009, 23:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Absprachen über die Zeiträume der Arbeiten habe es im Vorfeld nicht gegeben, gaben sowohl die Deutsche Bahn als auch der Landesbetrieb Straßen NRW zu. „Nicht ideal“, findet das Landesverkehrsministerium die Lösung. Die Bahn weist die Schuld von sich. Die Planung der Gleisbauarbeiten habe vor denen des Landesbetriebs Straßen NRW stattgefunden, sagte ein Bahnsprecher. Es sei also ohnehin Aufgabe des Landesbetriebes gewesen, sich an den bestehenden Planungen zu orientieren.  

Im aktuellen Fall seien Absprachen aber auch nicht nötig gewesen, sind sich beide Unternehmen einig. Die Arbeiten an Fahrbahn und Schiene fänden bewusst in den Ferien statt, weil dann weniger Menschen pendeln, so Bernd Löchter vom Landesbetrieb Straßen NRW. Über die A 40 rollen dann täglich aber immer noch 80 Prozent der üblichen 80 000 bis 100 000 Fahrzeuge.

Absprachen über die Koordinierung der Bauarbeiten zwischen Bahn und Landesbetrieb wären besser gewesen, findet Hartmut Buyken vom Fahrgastverband Pro Bahn. „Es braucht nur eine weitere Einschränkung, wie die Sperrung einer der Ausweich-Autobahnen, hinzukommen und schon kommen die Pendler gar nicht mehr ans Ziel.“ ADAC-Pressesprecher Peter Meintz hingegen sagte, die Pendler seien früh genug informiert worden. Nun könnten sie sich auf die Situation einstellen. „Im Ruhrgebiet gibt es immer einen alternativen Weg“, sagt er. Und irgendwann müssten die Arbeiten nun einmal durchgeführt werden. 

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